NRW PFLANZT in Beckum - Bürgermeister Michael Gerdhenrich
Shownotes
Dieter Könnes von der ROBIN GUT Stiftung spricht mit Beckums Bürgermeister Michael Gerdhenrich über den Auftakt der Aktion „NRW pflanzt“ – und warum gerade Kinder eine Schlüsselrolle für unsere Zukunft spielen. Die Schülerinnen und Schüler der Roncallischule Beckum haben über 100 Unternehmen angeschrieben – mit großem Erfolg: über 500 Bäume wurden bereits gespendet. Ein starkes Zeichen dafür, wie wirkungsvoll persönliches Engagement sein kann. Im Gespräch wird klar: Nachhaltigkeit beginnt im Kopf – und am besten schon im Kindesalter. Themen wie Klimawandel, Mobilitätswende, Energieversorgung und gesellschaftliches Engagement werden greifbar und konkret auf die Stadt Beckum übertragen.
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Dieter Könnes: Das ist toll, weil es eine ganz persönliche und emotionale Ansprache ist.
Dieter Könnes: Das heißt, die Schülerinnen und Schüler haben über 100 Unternehmen angeschrieben.
Dieter Könnes: Wenn man dann so einen schönen Brief kriegt, ich glaube, als Unternehmer ist
Dieter Könnes: es auch gar nicht leicht, Nein zu sagen.
Dieter Könnes: Und dann ist es noch das richtige Thema. Das spendet man natürlich gerne für die gute Sache.
Dieter Könnes: Und dass da auch so viel zusammengekommen ist, das ist ja auch Wertschätzung
Dieter Könnes: für das Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Dieter Könnes: Wenn man es von klein auf lernt, wenn man ein Bewusstsein dafür hat.
Dieter Könnes: Und das haben wir jetzt gleich doppelt gesehen. Zum einen, weil die Kinder sich
Dieter Könnes: schon mal einsetzen und auch Erfolge damit erzielen, aber zum anderen auch,
Dieter Könnes: weil sie natürlich von vornherein geprägt werden und das Bewusstsein dafür haben,
Dieter Könnes: dass es das Klima und die Natur zu schützen gilt.
Dieter Könnes: Und das bleibt natürlich, wenn man das von Kindheit an lernt.
Dieter Könnes: Herr Fust hat es berichtet, ich mache das, ich habe auch Enkelkinder und will
Dieter Könnes: mich dafür einsetzen und genauso muss es ja auch funktionieren und laufen.
Dieter Könnes: Also ich lade alle Bäckumerinnen und Bäckumer ein, spenden Sie Bäume,
Dieter Könnes: die Aktion läuft, die Roncalli-Schule hat gezeigt, wie es geht.
Michael Gerdhenrich: Mit Dieter Könners.
Michael Gerdhenrich: Michael Gerd-Henrich, der Auftakt von NRW pflanzt in Ihrer Stadt,
Michael Gerdhenrich: in Beckum. Wie zufrieden sind Sie?
Dieter Könnes: Ja, total. Es ist eine super Aktion. Eine Million Bäume für NRW ist das Ziel.
Dieter Könnes: Und wenn wir damit in Beckum starten und das hier an der Roncalli-Schule mit
Dieter Könnes: so viel Engagement der Schülerinnen und Schüler, fantastisch.
Michael Gerdhenrich: Hier sind die ganzen Briefe. Das Konzept sieht ja vor, dass wir uns mit einer
Michael Gerdhenrich: beteiligten Schule, vielleicht auch mit mehreren Schulen, direkt an die Menschen
Michael Gerdhenrich: in ihrer Stadt wenden, an die Unternehmer beispielsweise.
Michael Gerdhenrich: Und es haben ganz, ganz viele persönlich geantwortet. Sie haben die Briefe eben
Michael Gerdhenrich: gesehen, Sie haben sie zum Teil selber gelesen. Wie empfinden Sie das?
Dieter Könnes: Das ist toll, weil es eine ganz persönliche und emotionale Ansprache ist.
Dieter Könnes: Das heißt, die Schülerinnen und Schüler haben über 100 Unternehmen angeschrieben.
Dieter Könnes: Wenn man dann so einen schönen Brief kriegt, ich glaube, als Unternehmer ist
Dieter Könnes: es auch gar nicht leicht, Nein zu sagen und dann ist es noch das richtige Thema.
Dieter Könnes: Das spendet man natürlich gerne für die gute Sache und dass da auch so viel zusammengekommen ist.
Dieter Könnes: Das ist ja auch Wertschätzung für das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Also es freut mich sehr.
Michael Gerdhenrich: Sie haben es jetzt selber hier erlebt in unserer nachhaltigen Unterrichtseinheit
Michael Gerdhenrich: und haben ja auch einige Dinge präsentiert.
Michael Gerdhenrich: Gab es etwas, was Sie auch überrascht hat?
Dieter Könnes: Ja, mich haben viele Dinge überrascht. Wenn ich auch vielleicht an meine Kindheit,
Dieter Könnes: meine Grundschulzeit zurückdenke, wie groß das Bewusstsein ist für die Themen
Dieter Könnes: Klima, Umweltschutz, aber auch für Nachhaltigkeit.
Dieter Könnes: Im Hintergrund sieht man noch, wenn man es denn auf dem Bild sieht,
Dieter Könnes: die Nachhaltigkeitsziele.
Dieter Könnes: In der Schule gibt es zu jedem einzelnen Ziel ein Lied, habe ich gehört.
Dieter Könnes: Das heißt, das ist eine ganz intensive Beschäftigung mit dem Thema.
Dieter Könnes: Und im einen Lied habe ich es gehört, der Ansatz war, wir wollen die Welt verändern.
Dieter Könnes: Und das finde ich ist ganz klasse, ganz toll, dass man sich so einbringt.
Michael Gerdhenrich: Sie haben das jetzt bewusst angesprochen mit der heutigen Generation.
Michael Gerdhenrich: Und wenn man das vielleicht mal mit den älteren Zeiten, weil wir vielleicht
Michael Gerdhenrich: schon zumindest mal eine Generation davon entfernt sind, dann können wir sicherlich
Michael Gerdhenrich: beide daran erinnern, dass das zu unserer Zeit gar nicht so sehr ein Thema war.
Michael Gerdhenrich: Warum ist es heute wichtiger denn je, sich für das Thema Nachhaltigkeit,
Michael Gerdhenrich: zum Beispiel indem man Bäume pflanzt, einzusetzen?
Dieter Könnes: Ja, in der Tat. Als ich jung war, als ich in der Grundschule war,
Dieter Könnes: aber auch danach, das war lange kein Thema. Da war man recht sorglos, was das angeht.
Dieter Könnes: Das Bewusstsein war einfach nicht da.
Dieter Könnes: Es liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Veränderungen, die mit Klimawandel
Dieter Könnes: einhergehen und auch alles, was den Umweltschutz betrifft, eher langsame Entwicklungen sind.
Dieter Könnes: Das heißt, ich merke gar nicht von einem auf den anderen Tag, was passiert.
Dieter Könnes: Ich merke natürlich schon, und das merken wir auch in unserer Stadt,
Dieter Könnes: gibt es mal ein Starkregenereignis, wird es im Sommer heißer und auch über längere
Dieter Könnes: Phasen heißer. Und das kommt jetzt.
Dieter Könnes: Das war früher, zumindest zu meiner Kindheit, eben nicht so,
Dieter Könnes: dass man es auf dem Schirm hatte. Aber jetzt ist das Bewusstsein da und das
Dieter Könnes: ist auch gut und richtig.
Michael Gerdhenrich: Und es braucht am Ende auch,
Michael Gerdhenrich: Positive Multiplikatoren, Klimabotschafter, wenn man so will,
Michael Gerdhenrich: die zumindest sagen, lass uns doch gemeinsam ein bisschen mehr verändern.
Michael Gerdhenrich: Wie wichtig ist es da, eben bei den Kindern anzufangen?
Michael Gerdhenrich: Hier zum Beispiel an der Rokalli-Grundschule, also hier zu sagen,
Michael Gerdhenrich: das ist genau der richtige Ansatz, um den Kindern mehr Bewusstsein,
Michael Gerdhenrich: mehr Naturbewusstsein, mehr Umweltbewusstsein, mehr Klimabewusstsein beizubringen.
Dieter Könnes: Das ist der Schlüssel, um nachher natürlich auch nachhaltigen Klimaschutz betreiben
Dieter Könnes: zu können, wenn man es von klein auf lernt, wenn man ein Bewusstsein dafür hat.
Dieter Könnes: Und das haben wir jetzt gleich doppelt gesehen. Zum einen,
Dieter Könnes: weil die Kinder sich schon mal einsetzen und auch Erfolge damit erzielen,
Dieter Könnes: aber zum anderen auch, weil sie natürlich von vornherein geprägt werden und
Dieter Könnes: das Bewusstsein dafür haben, dass es das Klima und die Natur zu schützen gilt.
Dieter Könnes: Und das bleibt natürlich, wenn man das von Kindheit an lernt.
Michael Gerdhenrich: Jetzt übersetzen wir den Begriff von Robin Good Nachhaltigkeit auch gerne mit Enkelfähig.
Michael Gerdhenrich: Es hat ein bisschen mehr Kopfkino, es löst vielleicht auch ein bisschen mehr
Michael Gerdhenrich: aus und es beinhaltet ja auch, dass es mal so mindestens zwei Generationen sind.
Michael Gerdhenrich: Wir haben hier die ganzen Briefe und wir haben hier einen exemplarisch von Herrn
Michael Gerdhenrich: Fuest, der heute auch anwesend war.
Michael Gerdhenrich: 85 Jahre, der die Ella persönlich angeschrieben hat.
Michael Gerdhenrich: Sie haben das ja eben gehört. Wie sehr hat Sie das berührt?
Dieter Könnes: Ja, total. Der sagte, ich bin wirklich angeschrieben worden mit einer persönlichen
Dieter Könnes: Ansprache. Das hat mich berührt.
Dieter Könnes: Ich habe, das hat er ja auch gesagt, ein gutes Leben gehabt.
Dieter Könnes: Ich bin jetzt 85 Jahre alt und als Dankbarkeit möchte ich gerne für jedes Jahr
Dieter Könnes: einen Baum zurückschenken.
Dieter Könnes: Und das ist natürlich etwas, was funktioniert, was die Menschen berührt,
Dieter Könnes: was sie sich auch annehmen und dann eben auch zu positiven Effekten führt.
Dieter Könnes: Und natürlich für Ella auch ganz fantastisch, dass man sieht,
Dieter Könnes: man setzt sich für ein Thema ein und am Ende erzählt man damit Erfolge und bewirkt etwas.
Michael Gerdhenrich: Und ich meine, wir könnten sie jetzt, das würde jetzt die Zeit sprengen,
Michael Gerdhenrich: aber wir könnten sie jetzt alle durchgehen, da ist der Max angeschrieben worden.
Michael Gerdhenrich: Hier haben wir noch die, das ist ein ganz toller Brief, das werden wir auch
Michael Gerdhenrich: gleich nochmal weiter vertiefen.
Michael Gerdhenrich: Da ist der Markus angeschrieben worden und da hat ein Kind von den Eltern quasi
Michael Gerdhenrich: stellvertretend für die Eltern geantwortet. Also sozusagen in der gleichen Generation,
Michael Gerdhenrich: wo die Eltern gesagt haben, Mensch, wir finden die Aktion toll,
Michael Gerdhenrich: aber antworte du mal, in dem Fall lieber Ferdinand.
Dieter Könnes: Das zeigt ja auch, dass Jung und Alt hier zusammenarbeiten in der Sache.
Dieter Könnes: Markus hat eben ein Unternehmen angeschrieben, wahrscheinlich haben die Eltern
Dieter Könnes: mit dem Kind angesprochen und haben gesagt, was hältst du davon?
Dieter Könnes: Wenn wir gesagt haben, da antworte ich gerne selber drauf, das finde ich super.
Dieter Könnes: Und so sieht man ja, dass das eben Jung und Alt betrifft und wir haben es gerade
Dieter Könnes: gehabt, von der Grundschule hin bis 85 Jahre. Herr Fust hat es berichtet,
Dieter Könnes: ich mache das, ich habe auch Enkelkinder und will mich dafür einsetzen.
Dieter Könnes: Und genauso muss es ja auch funktionieren und laufen.
Michael Gerdhenrich: Das Engagement der Roncalli-Schule, es geht ja weit über das hinaus,
Michael Gerdhenrich: was wir jetzt heute exemplarisch mit dem Thema Baumpflanzen versuchen,
Michael Gerdhenrich: auch mit rüber zu bringen.
Michael Gerdhenrich: Wie empfinden Sie das, dass eine Grundschule sich so derart für solche Themen
Michael Gerdhenrich: einsetzt und das eben versucht bei den Kindern schon sozusagen,
Michael Gerdhenrich: ja, um mal in dem Bild zu bleiben, regelrecht einzupflanzen?
Dieter Könnes: Es ist eben, ich habe es gerade schon gesagt, genau der richtige Ansatz,
Dieter Könnes: denn wenn das Bewusstsein früh da ist, dann engagiere ich mich ja vielleicht
Dieter Könnes: ein Leben lang für eine Aufgabe, die eben eine generationenübergreifende Aufgabe
Dieter Könnes: ist. Vielleicht mache ich Dinge, von denen ich,
Dieter Könnes: Ich zum Teil nur profitiere, aber Kinder, Enkelkinder, nachfolgende Generationen
Dieter Könnes: und das macht man nur, wenn man früh damit anfängt.
Michael Gerdhenrich: Jetzt ist es ja so, dass NRW Pflanzt ein Auftakt ist. Beckum ist von Anfang
Michael Gerdhenrich: an mit dabei. Beckum hat selber auch eine Pflanzfläche.
Michael Gerdhenrich: Und es ist aber nicht das erste Mal, dass Beckum pflanzt und es ist auch nicht
Michael Gerdhenrich: das einzige, was man in Sachen Nachhaltigkeit macht.
Michael Gerdhenrich: Was ist Ihnen wichtig als erster Bürger dieser Stadt bei diesem Thema?
Dieter Könnes: Das ist gar nicht so einfach zu sagen, weil es natürlich ein sehr,
Dieter Könnes: sehr breit angelegtes Thema ist.
Dieter Könnes: Wenn ich an das Thema Nachhaltigkeit denke, dann sind die Baumpflanzaktionen
Dieter Könnes: natürlich exemplarisch dafür.
Dieter Könnes: Ich glaube, wir haben in den letzten Jahren fast 10.000 Bäume gepflanzt,
Dieter Könnes: teilweise städtisch, teilweise mit Unternehmen zusammen, die sich eingebracht
Dieter Könnes: haben, ähnlich wie bei der Aktion jetzt mit der Robin-Guth-Stiftung.
Dieter Könnes: Und das ist natürlich ein Punkt, der in die Zukunft wirkt. Wir haben aber auch
Dieter Könnes: ganz viele andere Dinge, mit denen wir uns beschäftigen. Wie gestalten wir unsere Innenstädte?
Dieter Könnes: Was machen wir mit unseren Gewässern?
Dieter Könnes: Wie sieht die Mobilität aus? Die Energieversorgung in unserer Stadt?
Dieter Könnes: All das betrifft uns natürlich und ist eine Aufgabe, die wir jetzt haben und
Dieter Könnes: die wir auch in Zukunft weiter haben werden.
Michael Gerdhenrich: Wie auf dem Schulhof ist ein Fahrradständer. Man sieht zumindest immer noch
Michael Gerdhenrich: einige Fahrräder da stehen. Also das heißt, ein paar Kinder kommen immer noch mit dem Radl.
Michael Gerdhenrich: Stichwort Mobilitätswende. Wie wichtig ist Ihnen das?
Dieter Könnes: Mobilitätswende ist sehr wichtig, auch deshalb, weil es kein einfaches Thema ist.
Dieter Könnes: Da Dinge zu ändern und einen Wandel voranzutreiben, funktioniert nicht immer
Dieter Könnes: auf Anhieb. Da wird man dranbleiben müssen.
Dieter Könnes: Wir müssen sicherlich bei uns den Radverkehr, den Fußverkehr stärken,
Dieter Könnes: um mehr Verkehr vom Auto wegzuholen, eben auf Verkehrsarten,
Dieter Könnes: die gut für die Umwelt sind, die auch günstig sind und auch gesund im Übrigen.
Dieter Könnes: Das darf man ja nicht vergessen.
Dieter Könnes: Aber das erfordert wirklich stetige Prozesse und dann und wann auch mal Überzeugungsarbeit.
Michael Gerdhenrich: Mobilitätswende ist das eine, Energiewende hängt ja auch stark damit zusammen, das andere.
Michael Gerdhenrich: Sie sind eben persönlich angesprochen worden, ich glaube, das war die Hira, ne? Kann das?
Michael Gerdhenrich: Ja. War das die Hira? Ja, ja. Die Sie da ganz zum Schluss angesprochen hat.
Michael Gerdhenrich: Und ich hätte ganz gerne, Herr Bürgermeister, für unsere Schule und hat sie
Michael Gerdhenrich: dann auch dabei angeguckt, eine Photovoltaikanlage. Da waren Sie aber auch gleich
Michael Gerdhenrich: erstmal überrascht, ne?
Dieter Könnes: Ja, was heißt überrascht? Also man merkt ja hier, dass das Bewusstsein dafür
Dieter Könnes: da ist. Und die Schulleitung hat es natürlich sofort unterstützt.
Dieter Könnes: Und Sie haben ja auch recht.
Dieter Könnes: Wenn ich an unsere kommunalen Gebäude denke, sei es Schulen oder auch die Verwaltungsgebäude,
Dieter Könnes: die sind natürlich auch aus einer Zeit, dass wir sagen, wir müssen jetzt etwas tun.
Dieter Könnes: Wir müssen die Energiegewinnung umstellen, auch Stromerzeugung.
Dieter Könnes: Wir wollen ja auch sanieren in unseren Schulen. Wir haben gerade eine Schulentwicklungsplanung
Dieter Könnes: auf den Weg gebracht mit umfangreichen Modernisierungen.
Dieter Könnes: Und da wird sicherlich auch die energetische Modernisierung ein ganz,
Dieter Könnes: ganz wesentlicher Faktor sein.
Dieter Könnes: Wir können ja als Stadt nicht sagen, es muss sich was tun und gehen selbst nicht
Dieter Könnes: mit gutem Beispiel voran. Das wollen wir und müssen wir schon tun.
Michael Gerdhenrich: Für solche Investitionen ist Geld notwendig, das nicht immer und überall vorhanden
Michael Gerdhenrich: ist, wie wichtig ist, vielleicht auch gerade durch solche Pflanzaktionen,
Michael Gerdhenrich: wie wir sie jetzt unterstützen.
Michael Gerdhenrich: Das bürgerschaftliche Engagement.
Dieter Könnes: Das ist sehr wichtig, weil es nicht alleine geht.
Dieter Könnes: Weder die Bürgerschaft kann irgendwas ganz alleine bewegen, noch die Stadt kann
Dieter Könnes: etwas ganz alleine bewegen. Am Ende müssen wir alle unseren Beitrag leisten.
Michael Gerdhenrich: Haben wir da zu viel Nehmerqualitäten entwickelt und zu wenig Geber?
Dieter Könnes: Ach, ich weiß es nicht. Wir haben das in der einen oder anderen Diskussion immer
Dieter Könnes: mal, ich habe das Wort Vollkasko-Mentalität ganz häufig gehört.
Dieter Könnes: Ich finde das aber schwierig, denn ich glaube, dass viel passiert und das sieht
Dieter Könnes: man ja jetzt hier auch an der Grundschule, nicht nur von den Kindern,
Dieter Könnes: sondern auch das Engagement der Lehrkräfte.
Dieter Könnes: Wir als Stadt unterstützen das gerne.
Dieter Könnes: Ich glaube, es wird schon sehr viel gegeben, Aber die Herausforderungen sind
Dieter Könnes: halt eben auch sehr, sehr groß und jetzt ziemlich kumuliert auf einen Punkt.
Dieter Könnes: Das macht es nicht leichter, also das erfordert großen Einsatz.
Dieter Könnes: Es sind aber ganz guter Dinge, dass wir das hier in Beckum hinkriegen.
Michael Gerdhenrich: Wie stellen Sie sich Beckum als nachhaltige Stadt der Zukunft vor?
Dieter Könnes: Wir brauchen, das habe ich gesagt, eine vernünftige Energieerzeugung in unserer Stadt.
Dieter Könnes: Das heißt, wir haben große Flächen für Freiflächen, PV-Anlagen,
Dieter Könnes: die zur Verfügung stehen, die ja schon umgesetzt werden.
Dieter Könnes: Wir haben sehr viel Windenergie. Wir sind gerade dabei, mit unserer Energieversorgung
Dieter Könnes: Batterie-Großspeicher zu bauen, eben um grünen Strom zu speichern.
Dieter Könnes: Also in diesem Bereich voranzukommen, das ist sicherlich ein Punkt.
Dieter Könnes: Und wir werden aber die kommunale Wärmeplanung jetzt bald abschließen,
Dieter Könnes: die ist gerade in der Erarbeitung.
Dieter Könnes: Das heißt, wir müssen unseren Bürgerinnen und Bürgern ja auch eine Perspektive aufzeigen.
Dieter Könnes: Was bedeutet das denn nicht nur in den nächsten fünf, sondern eher in den nächsten 15, 20 Jahren?
Dieter Könnes: Wie versorge ich mein Haus mit Energie? Ein ganz wesentliches Thema.
Dieter Könnes: Und da sind wir als Stadt natürlich in der Pflicht, Lösungen aufzuzeigen.
Michael Gerdhenrich: Jetzt ist es ja so, auch wenn man mal unser Projekt nimmt und die Ambitionen,
Michael Gerdhenrich: die dahinter stecken, Dann kann man sagen, ja, das ist alles schön und gut,
Michael Gerdhenrich: aber als Unternehmer, vielleicht auch als Privatperson, momentan drückt bei
Michael Gerdhenrich: mir ganz woanders der Schuh. Es ist wirtschaftlich schwierig.
Michael Gerdhenrich: Ich habe vielleicht mit Bürokratie als Unternehmer zu kämpfen.
Michael Gerdhenrich: Und da steht jetzt so ein Thema wie Nachhaltigkeit doch sehr weit hinten in der Liste.
Michael Gerdhenrich: Ist das aus Ihrer Sicht ein Denkfehler und wenn ja, warum?
Dieter Könnes: Es kommt darauf an. Also grundsätzlich sollte es ja so sein,
Dieter Könnes: dass ich, wenn ich Themen der Nachhaltigkeit bearbeite und etwas weiterbringen
Dieter Könnes: möchte, ich nicht nochmal ein zusätzliches Thema on top packen muss,
Dieter Könnes: sondern es integrieren muss.
Dieter Könnes: In die Aufgaben, die ich ohnehin habe, habe ich gerade anhand unserer kommunalen
Dieter Könnes: Gebäude einmal dargestellt, die müssen wir sanieren.
Dieter Könnes: Und natürlich müssen wir das Thema energetische Sanierung mitdenken.
Dieter Könnes: Und genauso wird es ja für Unternehmen sein. Man macht Nachhaltigkeit ja nicht
Dieter Könnes: alleine zum Selbstzweck und top, sondern die Dinge, die man macht,
Dieter Könnes: muss man nachhaltig gestalten.
Dieter Könnes: Das ist die wesentliche Aufgabe, das integral und integriert zu betrachten.
Dieter Könnes: Und wenn wir dahin kommen, sind wir, glaube ich, auf einem sehr guten Weg.
Michael Gerdhenrich: Jetzt haben wir heute für Beckum den Auftrag gemacht. Es sind 515 Bäume,
Michael Gerdhenrich: mit denen wir jetzt zunächst mal starten. Es geht aber weiter.
Michael Gerdhenrich: Das heißt, die Menschen in Beckum haben natürlich die Möglichkeit,
Michael Gerdhenrich: weiter zu spenden. die Unternehmen natürlich auch, und man sieht ja das Engagement der Romkalli-Schule,
Michael Gerdhenrich: Das Pflanzen eines Baums ist ja mehr als nur Symbolik. Was kann das bewirken?
Michael Gerdhenrich: Ich will darauf hinaus, dass vielleicht der ein oder andere jetzt auch denken
Michael Gerdhenrich: könnte, naja, so ein kleiner einzelner Baum, der bringt ja nichts.
Dieter Könnes: Naja, aber wenn das jeder denkt, dann wird ja kein einziger Baum gepflanzt.
Dieter Könnes: Also man muss schon mal anfangen mit den Dingen.
Dieter Könnes: Und das hat hier natürlich wunderbar funktioniert und das motiviert natürlich
Dieter Könnes: auch Menschen dazu mitzumachen. Also ich lade alle Bäckumerinnen und Bäckumer
Dieter Könnes: ein, spenden Sie Bäume, die Aktion läuft.
Dieter Könnes: Die Roncalli-Schule hat gezeigt, wie es geht.
Dieter Könnes: Und das hat natürlich immer einen Effekt. Also wenn ich an den Klimawandel denke,
Dieter Könnes: wenn ich daran denke, es werden immer heißere Sommer, CO2 ist natürlich ein
Dieter Könnes: Thema und der Speicherung, da hilft es.
Dieter Könnes: Unsere Innenstädte müssen grüner werden, sie müssen auch kühler werden.
Dieter Könnes: Das ist jetzt vielleicht nicht mit dieser Aktion erreicht, aber im Grunde müssen
Dieter Könnes: wir das immer auf dem Schirm haben.
Michael Gerdhenrich: Sie haben gerade dazu aufgerufen, ich kann das nochmal bestätigen,
Michael Gerdhenrich: wir werden natürlich das alles dokumentieren. Wir zeigen die Pflanzfläche,
Michael Gerdhenrich: wo die Bäume hier direkt vor Ort, also sichtbar und lokal, gepflanzt werden.
Michael Gerdhenrich: Und wir haben ein Minimalziel, Herr Gerd Henrich, denn wir sagen ja 1000 Bäume
Michael Gerdhenrich: plus X. Jetzt sind wir bei etwas über der Hälfte, was ein super Start ist und
Michael Gerdhenrich: wir werden ja auch in die Herbstpflanzperiode reingehen. Das heißt,
Michael Gerdhenrich: wir haben ja noch ein bisschen Zeit.
Michael Gerdhenrich: Wie optimistisch sind wir, dass Sie dieses Ziel als Bäckum, als Stadt erreichen?
Dieter Könnes: Ja, total. Habe ich keine Zweifel, dass wir das schaffen.
Michael Gerdhenrich: Okay, dann nehme ich Sie jetzt mal beim Wort. Den Startschuss haben wir heute
Michael Gerdhenrich: gemacht und Sie haben sich ja sogar auch selber daran beteiligt.
Michael Gerdhenrich: Insofern sind Sie als erster Bürger dieser Stadt damit sehr,
Michael Gerdhenrich: sehr toll im Beispiel vorangegangen und Sie haben ja auch die Reaktion der Kinder gezeigt.
Michael Gerdhenrich: Und damit möchte ich auch unser Gespräch abschließen.
Michael Gerdhenrich: Wie haben Sie das empfunden, wenn Sie sehen, da sind junge Kinder,
Michael Gerdhenrich: die groß werden, die sich mit diesem Thema beschäftigen und schon so viel wissen?
Dieter Könnes: Zum Teil mehr als ich, muss ich leider gestehen, aber nur gut,
Dieter Könnes: es hilft das eine oder andere Mal aufzufrischen, habe ich gerade gemerkt.
Dieter Könnes: Nein, aber das ist wirklich toll, dieses Interesse zu sehen,
Dieter Könnes: die Begeisterung für die Themen.
Dieter Könnes: Also es macht schon Spaß, wenn man nur dabei ist und zuschaut und sieht,
Dieter Könnes: wie viel Spaß es den Kindern macht.
Michael Gerdhenrich: Wir haben uns verschiedene Möglichkeiten überlegt, unsere Aktion zu unterstützen.
Michael Gerdhenrich: Ich würde Ihnen ein Beispiel zeigen, was vielleicht auch erklärt,
Michael Gerdhenrich: wie Kreislaufwirtschaft funktioniert, weil die Kinder das ja auch letzten Endes vorgetragen haben.
Michael Gerdhenrich: Wir haben einen Partner mit der Firma Rikal, die Druckerpatronen und Handys
Michael Gerdhenrich: sammelt, die leider noch viel zu häufig im Hausmüll landen, nämlich da,
Michael Gerdhenrich: wo sie nicht hingehören.
Michael Gerdhenrich: Man hat mit so einem Sammelsystem die Möglichkeit, sie wieder der Kreislaufwirtschaft
Michael Gerdhenrich: zurückzuführen. Aber nicht nur das.
Michael Gerdhenrich: Letzten Endes wird bei guter Qualität der Druckerpatronen ein Recyclingprozess
Michael Gerdhenrich: ausgelöst und dadurch können die Patronen quasi wieder dem Markt zugeführt werden.
Michael Gerdhenrich: Was bedeutet, dass wir als Stiftung einen Erlös davon bekommen.
Michael Gerdhenrich: Jetzt habe ich weit ausgeholt.
Michael Gerdhenrich: Sammelsysteme wären also eine Möglichkeit, die Aktion von NRW Pflanz auf eine
Michael Gerdhenrich: recht unkomplizierte Art und Weise zu unterstützen.
Dieter Könnes: Ja, wenn es so einfach ist, gerne. Ich glaube, hier in der Schule ist schon
Dieter Könnes: das Interesse da, natürlich auch zu sammeln.
Dieter Könnes: Wenn wir da unterstützen können, stellen wir die Boxen gerne auf und wenn da
Dieter Könnes: noch ein paar Bäume zusammenkommen, super.
Michael Gerdhenrich: Genau, dann wäre so eine Box in der Verwaltung vielleicht im Eingang so sichtbar,
Michael Gerdhenrich: dass man sagt, wir können auf die Aktion hinweisen.
Michael Gerdhenrich: Dann versorgen wir sie vielleicht noch mit dem entsprechenden Plakkan.
Dieter Könnes: Das kriegen wir hin.
Michael Gerdhenrich: Wunderbar. Herr Gerhard Henrich, bedanke mich für das Gespräch.
Michael Gerdhenrich: Ich finde das großartig, wie Sie sich jetzt auch die Zeit genommen haben.
Michael Gerdhenrich: Ich weiß, dass die Terminkalender von Bürgermeistern immer sehr, sehr voll sind.
Michael Gerdhenrich: Und es ist der Auftakt und ich nehme Sie bei Bord.
Michael Gerdhenrich: Wir haben bis Herbst noch ein bisschen Zeit, aber 1000 Bäume plus X auch hier
Michael Gerdhenrich: im Beckum. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das erreichen.
Dieter Könnes: Ich habe mir gerne die Zeit genommen, bedanke mich für das Engagement und wenn
Dieter Könnes: die Schülerinnen und Schüler so eine tolle Aktion auf die Beine stellen, muss man auch da sein.
Michael Gerdhenrich: 515 Bäume, wir können doch mal zeigen, hier steht unser Schild.
Michael Gerdhenrich: Also da sind wir sehr, sehr stolz drauf, ich denke Sie auch.
Michael Gerdhenrich: Eine tolle Aktion, eine tolle Schule hier, ein toller Auftakt und ich finde
Michael Gerdhenrich: mit so viel Freude können wir jetzt munter in den Tag starten.
Dieter Könnes: So machen wir es, vielen Dank.