NRW PFLANZT in Olpe – Schulleiterin Carmen Rosenthal
Shownotes
Im ROBIN GUT Podcast spricht Dieter Könnes mit Schulleiterin Carmen Rosenthal von der Grundschule Rhode über den Schulaktionstag in Olpe – und darüber, warum es sich lohnt, einfach mal „Ja“ zu sagen und Dinge auszuprobieren. Was zunächst wie ein zusätzliches Projekt im ohnehin vollen Schulalltag wirkt, entwickelt sich zu einer wertvollen Erfahrung für alle Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, wie stark ihr eigenes Umweltbewusstsein bereits ausgeprägt ist – nicht angelernt, sondern aus ihrer eigenen Lebenswelt heraus. Im Mittelpunkt steht dabei ein entscheidender Punkt: Nachhaltigkeit muss erlebbar sein. Durch konkrete Aktionen wie das Schreiben von Briefen oder das Pflanzen von Bäumen erfahren Kinder Selbstwirksamkeit und verstehen, dass ihr Handeln echte Auswirkungen hat. Gleichzeitig wird klar: Nachhaltigkeit ist kein einzelnes Schulfach, sondern ein Thema, das sich durch alle Lebensbereiche und den gesamten Unterricht ziehen sollte. Kernaussage: Kinder brauchen emotionale Verbindung, eigene Erfahrungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten, um nachhaltiges Denken wirklich zu verinnerlichen.
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Dieter Könnes: Ich habe aber auch gelernt, dass es sich lohnen kann, einfach mal Ja zu sagen
Dieter Könnes: und zu sagen, wir probieren das.
Dieter Könnes: Und wir haben auch den Mut zu sagen, wir fangen jetzt einfach mal an,
Dieter Könnes: obwohl wir nicht wussten, was am Ende dabei rauskommt.
Dieter Könnes: Aber wir sind eines Besseren belehrt worden, das muss ich einfach mal sagen.
Dieter Könnes: Ich denke, als Auftaktprojekt ist das sehr wertvoll. Und man hat den Kindern
Dieter Könnes: auch noch mal so ins Bewusstsein gerufen, was das eigentlich heißt, Nachhaltigkeit.
Dieter Könnes: Und das heißt eben auch, dass eine Sache, die man angefangen hat,
Dieter Könnes: dass man die fortführen muss.
Dieter Könnes: Kinder haben sehr viele gute Ideen gehabt und die haben sie sich nicht angelernt
Dieter Könnes: oder angelesen, sondern das kommt aus ihrer Erfahrungswelt und es ist ihnen
Dieter Könnes: schon wichtig und das hat man gemerkt.
Dieter Könnes: Und dieses Betroffensein, ich denke, das ist so das, was die Kinder brauchen,
Dieter Könnes: damit das auch für die nächsten Jahre, für ihre ganze Bildungszeit trägt.
Carmen Rosenthal: Robin Gut mit Dieter Könners.
Carmen Rosenthal: Wir haben alles so einfach bei Rosenthal.
Dieter Könnes: Das kann ich nicht.
Carmen Rosenthal: Das hat schon gut geklappt.
Dieter Könnes: Ja, es hat super geklappt.
Carmen Rosenthal: Stolz?
Dieter Könnes: Irgendwie schon sehr.
Carmen Rosenthal: Irgendwie schon sehr? Ich traue mich, das jetzt nicht so zu sagen.
Dieter Könnes: Also dann ja.
Carmen Rosenthal: Absolut stolz. Also ich wäre auch stolz, wenn ich das mal so vorgeben darf.
Dieter Könnes: Ja, also besonders gefreut habe ich mich über die Kinder, weil alles,
Dieter Könnes: was die so gesagt haben, was die gewusst haben, das war überhaupt nicht antrainiert.
Dieter Könnes: Das kam aus denen raus und das ist uns hier in Rode sehr wichtig.
Dieter Könnes: Also wir machen nichts einfach nur, damit am Ende mal ein Ergebnis da steht,
Dieter Könnes: sondern wir merken einfach, dass die Kinder voll und ganz bei der Sache waren
Dieter Könnes: und auch sind und dass die ganz viel auch von zu Hause mitbringen,
Dieter Könnes: was nicht selbstverständlich ist.
Carmen Rosenthal: Da gehen wir gleich noch genauer drauf ein. Lassen Sie uns vorne anfangen,
Carmen Rosenthal: als Sie das erste Mal von dem Projekt erfahren haben und wussten,
Carmen Rosenthal: worum es jetzt hier konkret ging.
Carmen Rosenthal: Ganz, ganz ehrlich, haben Sie im ersten Moment gedacht, jetzt noch mehr Arbeit
Carmen Rosenthal: oder haben Sie gedacht, ein cooles Projekt?
Dieter Könnes: Also wenn ich ehrlich sein soll, ich habe genau so gedacht, wie Sie es gerade vorgemacht haben.
Dieter Könnes: Ich habe gesagt, oh nein, jetzt noch ein Projekt und das nebenher und wen kannst
Dieter Könnes: du von den Kolleginnen ansprechen?
Dieter Könnes: Und ich hatte eigentlich nicht so ein berauschtes Gefühl. Und dann habe ich
Dieter Könnes: aber mit meiner Kollegin Stefanie Ohm gesprochen und sie hat gesagt,
Dieter Könnes: komm, das machen wir jetzt mal.
Dieter Könnes: Und ist natürlich immer die Frage, wie baut man sowas ein?
Dieter Könnes: Und dann haben wir uns aber gesagt, weißt du was, wir machen das nicht noch
Dieter Könnes: on top, sondern wir verbinden das mit dem, was wir sowieso schon tun.
Dieter Könnes: Und das hat dann eigentlich auch ganz gut geklappt.
Dieter Könnes: Und das hat ja auch nicht nur geklappt, weil die Stefanie Ohm das so toll mit
Dieter Könnes: den Kindern auch aufbereitet und vorbereitet hat, sondern weil wir auch eine
Dieter Könnes: dauerhafte, wunderbare Unterstützung haben von außen.
Dieter Könnes: Also deswegen war es ein sehr tolles Projekt am langen Ende.
Carmen Rosenthal: Genau das, was Sie gerade beschreiben, das erleben wir in den Gesprächen mit
Carmen Rosenthal: vielen Schulen, dass wahnsinnig viel Arbeit da ist, auch sehr viel Verwaltungsarbeit.
Carmen Rosenthal: Und das ist ja etwas, was nicht unbedingt auf dem Lehrplan steht.
Carmen Rosenthal: Jetzt ist das Projekt abgelaufen. Sie hatten die Vorbereitungszeit,
Carmen Rosenthal: die Gespräche natürlich auch mit uns, mit den Kollegen aus der Stiftung.
Carmen Rosenthal: Abschließend hat es sich gelohnt?
Dieter Könnes: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Also es hat sich aus unterschiedlichen Perspektiven gelohnt.
Dieter Könnes: Das eine ist sicherlich auch so eine kleine Lehrstunde für mich,
Dieter Könnes: weil ich neige dazu, wenn irgendjemand am Telefon ist und anruft und fragt,
Dieter Könnes: Frau Rosenthal, könnten Sie nicht mal eben zu sagen, Moment,
Dieter Könnes: wir sind eine Schule und unser Unterricht ist eben das Hauptanliegen.
Dieter Könnes: Aber ich habe aber auch gelernt, dass es sich lohnen kann, einfach mal Ja zu
Dieter Könnes: sagen und zu sagen, wir probieren das.
Dieter Könnes: Und wir haben auch den Mut zu sagen, wir fangen jetzt einfach mal an,
Dieter Könnes: obwohl wir nicht wussten, was am Ende dabei rauskommt.
Dieter Könnes: Aber wir sind eines Besseren belehrt worden, das muss ich einfach mal sagen.
Carmen Rosenthal: Da haben Sie gerade was, glaube ich, nicht nur Tolles, sondern auch was ganz
Carmen Rosenthal: Wichtiges gesagt, so als Botschaft. Sie haben nämlich gesagt,
Carmen Rosenthal: wir haben jetzt einfach mal den Mut und machen das.
Carmen Rosenthal: Also jetzt mal im übertragenen Sinne, im Klartext, man muss ja jetzt nicht besonders
Carmen Rosenthal: mutig sein, wenn man es jetzt wörtlich nimmt,
Carmen Rosenthal: aber trotzdem zu sagen, diesen Schritt zu machen, um zu gucken,
Carmen Rosenthal: ich weiß noch nicht so ganz, was da passiert und was kommt da auf uns zu und
Carmen Rosenthal: da so eine Vorreiterrolle einzunehmen, wie wichtig sind solche Multiplikatoren.
Dieter Könnes: Ja, ich würde sagen, das ist das B zum A.
Dieter Könnes: Also wenn man jetzt nicht sagt, wenn man einfach jetzt sagt,
Dieter Könnes: ja, ich mache das mal und dann mache ich den Haken dran, dafür wäre ich auch nicht zu haben gewesen.
Dieter Könnes: Also wir waren uns ziemlich einig, wenn wir das machen, dann sagen wir A,
Dieter Könnes: aber dann sagen wir auch B.
Dieter Könnes: Also die Sache darf jetzt nicht hier enden. Ja, es ist jetzt kein Projekt,
Dieter Könnes: das wir mal machen und dann haben wir unsere Ruhe, sondern wir haben auch gesagt,
Dieter Könnes: da muss sich etwas anschließen.
Carmen Rosenthal: Was wäre das?
Dieter Könnes: Ja, zum Beispiel, also ich gucke jetzt mal meinen lieben Herrn Horn an,
Dieter Könnes: der mit den Kindern sehr viele Umweltprojekte auch macht, der schon gesagt hat,
Dieter Könnes: wir könnten das installieren, dass man eben sagt, am Ende der Klasse 4,
Dieter Könnes: da machen wir es zur guten Regel,
Dieter Könnes: dass die Kinder dann einen Baum pflanzen, zur Erinnerung an die Schulzeit,
Dieter Könnes: aber auch vielleicht zur Erinnerung an die gemeinsame Arbeit,
Dieter Könnes: die man eben in Hinsicht auch auf Umwelt und Umweltschutz geleistet hat.
Dieter Könnes: Und das schwebt aber nur so in meinem Kopf.
Carmen Rosenthal: Haben wir es auf eine Idee gebracht?
Dieter Könnes: Ja, es hat uns auf eine Idee gebracht, ganz genau.
Carmen Rosenthal: Vielleicht kann ich die Idee ja aufgreifen und sagen, vielleicht kann man das
Carmen Rosenthal: ja sogar zu einer Art Regel machen, dass man sagt,
Carmen Rosenthal: wenn die Viertklässler ihre vierjährige Grundschulzeit beenden,
Carmen Rosenthal: dass man dann vielleicht sagt, vielleicht kann man das, was wir jetzt heute
Carmen Rosenthal: als städtisches Gesamtprojekt machen, vielleicht kann man das so als Schulprojekt
Carmen Rosenthal: machen und sagen, wir haben jetzt hier eine Pflanzfläche, Vielleicht können
Carmen Rosenthal: wir symbolisch für jeden einzelnen
Carmen Rosenthal: Schüler dort, der dort die Schule oder jetzt die Schule verlässt,
Carmen Rosenthal: den Baum pflanzen und setzen die Aktionen fort.
Dieter Könnes: Ja, das könnte man mit Sicherheit tun. Wir sind in der Entwicklungsphase.
Dieter Könnes: Aber ich denke, so als Auftaktprojekt...
Dieter Könnes: Ist das sehr wertvoll. Und man hat den Kindern auch nochmal so ins Bewusstsein
Dieter Könnes: gerufen, was das eigentlich heißt, Nachhaltigkeit.
Dieter Könnes: Und das heißt eben auch, dass eine Sache, die man angefangen hat,
Dieter Könnes: dass man die fortführen muss. Ob das jetzt privat ist oder hier in der Schule.
Dieter Könnes: Aber ich denke mir, so eine Idee für jedes Kind, das diese Schule verlässt,
Dieter Könnes: könnte man einen Baum pflanzen. Das wäre ein bisschen happig,
Dieter Könnes: weil wir sind immer sehr stark in den Jahrgängen.
Dieter Könnes: Aber vielleicht mit Jahrgangsstufen oder sogar mit Klassen, das wäre sicherlich eine gute Idee.
Carmen Rosenthal: Naja, es gibt ja auch noch stolze Eltern oder Stolze Großeltern.
Carmen Rosenthal: Wir übersetzen das Wort nachhaltig auch sehr gerne mit dem Begriff Enkelfähig,
Carmen Rosenthal: damit es eben generationsübergreifend ist. Sie waren jetzt selber heute dabei.
Carmen Rosenthal: Ich muss Ihnen ganz ehrlich gestehen, ich war sehr beeindruckt,
Carmen Rosenthal: was die Kinder in dem Alter schon wissen zum Thema Nachhaltigkeit,
Carmen Rosenthal: was sie schon für ein Umweltbewusstsein haben.
Carmen Rosenthal: Wenn man es jetzt mal so sieht,
Carmen Rosenthal: Da ist ja eigentlich was da, was ausbaufähig ist.
Carmen Rosenthal: Was braucht es, damit wir, wie wir es auch gerne hätten und uns es wünschen,
Carmen Rosenthal: damit wir aus diesen Kindern so positive Klimamultiplikatoren machen? Was braucht es dafür?
Dieter Könnes: Ja, erstmal brauchen die Kinder einen Bezug zu den Dingen.
Dieter Könnes: Also einfach nur hören und hoffen, dass es irgendwo ankommt, das ist es nicht.
Dieter Könnes: Also es braucht wirklich so eine Form von Bezug herstellen zu dem,
Dieter Könnes: was sie umgibt. Und ich meine, früher sagte man so, da hieß der Sachunterricht
Dieter Könnes: noch Heimatkunde. Das ist ja nicht mehr so.
Dieter Könnes: Aber in dem Wort Heimat, da steckte viel Emotion.
Dieter Könnes: Und die Kinder brauchen auch eine gewisse Emotion und ein Verhältnis zu dieser Welt, zu dieser Natur.
Dieter Könnes: Weil wir können nur schützen, was uns betrifft, was wir mögen.
Dieter Könnes: Und deswegen habe ich so gelernt, die Kinder haben sehr viele gute Ideen gehabt.
Dieter Könnes: Und die haben sie sich nicht angelernt oder angelesen, sondern das kommt aus
Dieter Könnes: ihrer Erfahrungswelt und es ist ihnen schon wichtig und das hat man gemerkt.
Dieter Könnes: Und dieses Betroffensein, ich denke, das ist so das, was die Kinder brauchen,
Dieter Könnes: damit das auch für die nächsten Jahre, für ihre ganze Bildungszeit trägt.
Carmen Rosenthal: Wörter wie Klima oder Nachhaltigkeit, das sind jetzt erstmal nur Wörter,
Carmen Rosenthal: sind für Kinder natürlich auch sehr abstrakte Wörter.
Carmen Rosenthal: Wir übersetzen das jetzt in Form einer Baumpflanzaktion, an der die Kinder ja
Carmen Rosenthal: auch teilnehmen können.
Carmen Rosenthal: Also wir machen es sichtbar. Es ist genau das, was Sie damit eben beschrieben
Carmen Rosenthal: haben, also dass das nochmal eine ganz andere Wirkung erzielt,
Carmen Rosenthal: als wenn man einfach nur darüber redet im Unterricht, was ja notwendig ist.
Carmen Rosenthal: Aber wir gehen dann raus, wir gehen in die Natur, wir pflanzen die Bäume und
Carmen Rosenthal: wir sagen denen, das ist halt eben ein nachhaltiges Zeichen.
Carmen Rosenthal: Wir dürfen auch weiterreden, weil der Gommen ist gerade.
Dieter Könnes: Das belastet uns jetzt mal nicht. Also diese Idee, die Kinder tun etwas und sie können etwas tun.
Dieter Könnes: Ich glaube, das ist auch so ein ganz wichtiger Gedanke im Sinne der Selbstwirksamkeit.
Dieter Könnes: Also die Kinder müssen nicht dann den Eindruck haben, ja, das wird alles über
Dieter Könnes: unsere Köpfe hinweg passieren. Auch diese Dinge, die die aus den Medien mitbekommen.
Dieter Könnes: Das hört sich immer alles so an.
Dieter Könnes: Das passiert und diese Aktion gibt ihnen so die Möglichkeit,
Dieter Könnes: auch selber etwas zu tun.
Dieter Könnes: Also das war natürlich anstrengend. Ich gebe das offen zu. Das war sehr anstrengend,
Dieter Könnes: diese Briefe zu schreiben.
Carmen Rosenthal: Ich habe gehört, einer hat fünf Briefe allein. Ja. Anschriftlich.
Carmen Rosenthal: Da ist man aber ein bisschen unterwegs.
Dieter Könnes: Da ist man aber unterwegs und das kann auch viel werden.
Dieter Könnes: Und sie haben sich wirklich da durchgebissen, weil sie ein Ziel haben.
Dieter Könnes: Das Ziel heißt, wir pflanzen Bäume und das können wir selber tun.
Dieter Könnes: Also wir können tätig werden. Und das war auch so ein ganz wichtiger Nebeneffekt.
Dieter Könnes: Auch für die Haltung, die sie aufbauen, was so die nächsten Jahre in Schule
Dieter Könnes: anbetrifft, aber auch so grundsätzlich.
Carmen Rosenthal: Wir haben auch unter anderem durch den Sven Hussmann gelernt,
Carmen Rosenthal: was das Thema Kreislaufwirtschaft bedeutet, am Beispiel der Druckerpatron,
Carmen Rosenthal: um den Kindern auf eine recht einfache Art und Weise zu zeigen,
Carmen Rosenthal: wenn ihr Sachen hier in diese Box schmeißt und dazu zählen auch Handys,
Carmen Rosenthal: dann entsteht dieser Kreislauf, was ja bei Nachhaltigkeit ganz wichtig ist.
Carmen Rosenthal: Und Ihre Schule beteiligt sich ja jetzt auch daran.
Carmen Rosenthal: Auch das ist ein wirksames Mittel, um den Kindern zu zeigen,
Carmen Rosenthal: dass was man, ich muss jetzt aufpassen, wie ich sage, weil ich ja aus der Branche
Carmen Rosenthal: komme, es ist eben nicht der Mülleimer. Für mich ist es eine Rohstoff-Sammelbox.
Carmen Rosenthal: Das, was man da reinschmeißt, ist eben etwas, was im besten Fall wiederverwertet
Carmen Rosenthal: wird. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir so eine, naja, über Jahrzehnte fast
Carmen Rosenthal: so eine gelernte Wegwerfmentalität entworfen haben.
Carmen Rosenthal: Wie wichtig ist das, dass wir jetzt bei den Kindern wieder ansetzen und sagen,
Carmen Rosenthal: Leute, das sind Rohstoffe, die wir der Erde entnehmen und das geht halt nicht
Carmen Rosenthal: ewig so weiter. Die wachsen nicht immer ständig nah.
Carmen Rosenthal: Manche gibt es halt nicht mehr. Wie wichtig ist das, dass wir den Kindern das beibringen?
Dieter Könnes: Ja, ich finde, das ist ganz zentral. Also Sie haben das eben gesagt,
Dieter Könnes: so eine Form von Enkelfähigkeit.
Dieter Könnes: Also toll, nehme ich mit, nehme ich auch mit.
Dieter Könnes: Also für die Kinder, also die Kinder haben ja einfach einen Blick auf diese
Dieter Könnes: Welt, der sich erstmal noch ausbilden muss.
Dieter Könnes: Und am Anfang steht immer diese Sache, ja, ich habe einen Stuhl,
Dieter Könnes: ich habe Kleidung, ich habe alles Mögliche, weil es ihnen von den Eltern zur
Dieter Könnes: Verfügung gestellt wird. Aber die Perspektive, dass...
Dieter Könnes: Dass Ressourcen endlich sind. Das ist ja eine neue Perspektive.
Dieter Könnes: Und dann zu sagen, wir können mithelfen, dass Dinge nicht einfach weggeworfen
Dieter Könnes: werden, sondern dass Dinge wieder genutzt werden können, ich denke, das prägt.
Dieter Könnes: Also ich fand diese Idee mit dem Pulli auch wirklich ganz gut.
Dieter Könnes: Einfach zu sagen, ich kann auch mit meinen Ideen mithelfen, dass Dinge eben
Dieter Könnes: nicht weggeschmissen werden, sondern dass Dinge eben wieder benutzt werden.
Carmen Rosenthal: Weil es wichtig ist, deswegen vielleicht die Frage an Sie als Pädagogin,
Carmen Rosenthal: ist es vielleicht für die Zukunft sogar wichtig, wenn man mal sich den Lehrplan
Carmen Rosenthal: in Nordrhein-Westfalen anschaut und das, was vermittelt wird in den Grund- oder
Carmen Rosenthal: auch in den weiterführenden Schulen,
Carmen Rosenthal: dass es vielleicht zukünftig notwendig ist, dass es so ein Fach gibt wie Nachhaltigkeit?
Dieter Könnes: Also ich bin nicht an dem Punkt zu sagen, es gibt ein Fach, das heißt Nachhaltigkeit.
Dieter Könnes: Dann wird das Ganze wieder so isoliert betrachtet.
Dieter Könnes: Das ist das Problem, was wir haben.
Dieter Könnes: Man darf diesen Begriff benutzen, aber man sollte ihn nicht isoliert benutzen.
Dieter Könnes: Das ist wie der Haken dran, sondern dieser Begriff sollte in allen anderen Fächern eine Rolle spielen.
Dieter Könnes: Und so wie ich meine Lehrpläne in Nordrhein-Westfalen verstehe,
Dieter Könnes: tut es das mittlerweile.
Dieter Könnes: Also dieser Begriff der Nachhaltigkeit soll in allen Fächern eine Rolle spielen.
Dieter Könnes: Also von dieser isolierten Betrachtung, das ist überhaupt nicht notwendig,
Dieter Könnes: weil Nachhaltigkeit ist kein Fach wie Mathematik,
Dieter Könnes: sondern es schwingt eben in allen Lebensbereichen mit und es schwingt im Grunde
Dieter Könnes: genommen auch in allen Fächern mit.
Carmen Rosenthal: Dann würde ich jetzt ganz gerne zum Schluss noch ein bisschen Werbung machen
Carmen Rosenthal: für Ihre Schule, denn es ist ja faktisch so, dass wir Ihren Förderverein unterstützen
Carmen Rosenthal: möchten durch die selbst erwirtschafteten Baumspenden.
Carmen Rosenthal: Insofern hat es vielleicht jetzt noch nicht jeden erreicht, der auch mit dieser Schule sympathisiert.
Carmen Rosenthal: Ich denke da an die Eltern, Stichwort Enkelfisch, denke ich an die Großeltern.
Carmen Rosenthal: Aber ich würde es gerne Ihnen überlassen, wenn Sie es vielleicht so als kleinen
Carmen Rosenthal: Aufruf nochmal an die machen, weil wir werden das als Podcast natürlich auch
Carmen Rosenthal: gerne veröffentlichen.
Carmen Rosenthal: Und die Pflanzaktion findet ja noch statt.
Carmen Rosenthal: Also wenn Sie mögen, Frau Rosenthal, können Sie sich quasi direkt an die Menschen
Carmen Rosenthal: hier in Olpe, an die Beteiligten und die Unterstützer dieser Schule wenden und
Carmen Rosenthal: sagen, Mensch, mit der Baumaktion tut ihr nicht nur Gutes, sondern die unterstützt
Carmen Rosenthal: auch hier unseren Förderverein.
Dieter Könnes: Also dazu muss ich was sagen. Als der Herr Schulte, unser Bürgermeister,
Dieter Könnes: bei mir anrief und fragte, wären Sie denn bereit, mit Ihrer Schule da mitzumachen?
Dieter Könnes: Und es ist da natürlich auch für Sie etwas drin.
Dieter Könnes: Dann habe ich sofort gesagt, wissen Sie, Herr Schulte, dafür machen wir sowas nicht.
Carmen Rosenthal: Also das ist eine tolle Einstellung.
Dieter Könnes: Ja, das ist aber auch eine wichtige Einstellung, weil nur so kann man Kinder dafür gewinnen.
Dieter Könnes: Als wir die Kinder gebeten haben, die Briefe zu schreiben, haben wir nicht gesagt,
Dieter Könnes: und wenn ihr das macht und es kommt ganz viel zusammen, dann hat unsere Schule
Dieter Könnes: auch was davon, sondern für die Kinder sollte klar sein, wir machen das,
Dieter Könnes: damit im Grunde Bäume gepflanzt werden können. Selbstlos. Selbstlos.
Dieter Könnes: Und dass das jetzt so ist, dass da natürlich auch eine kleine oder eine gewisse
Dieter Könnes: Summe für den Förderverein zur Verfügung gestellt wird, das ist schön,
Dieter Könnes: aber dafür haben wir es nicht gemacht.
Carmen Rosenthal: Das finde ich großartig, weil das zeigt ja auch ihre Motivation,
Carmen Rosenthal: sich an diesem Projekt zu beteiligen und dass eben nicht, wie so oft,
Carmen Rosenthal: das Geld im Vordergrund steht und das ehrt sie nicht nur, sondern ich finde das…,
Carmen Rosenthal: muss man auch in einem hohen Maße anerkennen. Und ich finde es großartig.
Carmen Rosenthal: Und dennoch möchte ich Ihnen sagen, dass am Ende, wir müssen es nochmal genau
Carmen Rosenthal: ausrechnen, dann ein vierstelliger Betrag für Ihre Schule zusammenkommt.
Carmen Rosenthal: Und wenn jetzt der ein oder andere sich hier in Olpe, weil man sagt,
Carmen Rosenthal: das ist ein tolles Engagement der Schülerinnen und Schüler hier gewesen und
Carmen Rosenthal: die Pflanzen, die Bäume ja auch nochmal selber.
Carmen Rosenthal: Und wenn sich die Menschen jetzt hier da möglicherweise motiviert fühlen,
Carmen Rosenthal: zu sagen, das würde ich ganz gerne unterstützen unter nrwpflanzt.de und dann
Carmen Rosenthal: unter der Rubrik Olpe kann man die Schule von Ihnen direkt auswählen.
Carmen Rosenthal: Und dann würde es dann letzten Endes auch rein wirtschaftlich betrachtet auch
Carmen Rosenthal: ein Stück weit Ihrer Schule zugutekommen.
Dieter Könnes: Ja, da ist auch nichts Schlechtes dran.
Carmen Rosenthal: Genau.
Dieter Könnes: Aber wie gesagt, es war, wenn man es jetzt aber einfach mal auf die Ebene hebt,
Dieter Könnes: was hat es der Schule gebracht,
Dieter Könnes: dann würde ich es nicht auf diesen vierstelligen Betrag reduzieren wollen,
Dieter Könnes: sondern es ist einfach ein guter Start, einfach mal einfach zu sagen,
Dieter Könnes: das motiviert die Kinder, tätig zu werden.
Dieter Könnes: Und das war der Grund, warum wir Ja gesagt haben.
Carmen Rosenthal: Und das wollen wir jetzt auch am Ende dann so stehen lassen.
Carmen Rosenthal: Wie hoch dieser vierstelligen Betrag ist, hängt am Ende davon noch ab,
Carmen Rosenthal: wie viele Spenden reinkommen.
Carmen Rosenthal: Deswegen haben wir ihn jetzt natürlich noch nicht genannt, weil das Projekt
Carmen Rosenthal: noch läuft. Wir werden am 26.
Carmen Rosenthal: März pflanzen und es ist ein Podcast, der veröffentlicht wird.
Carmen Rosenthal: Und vielleicht hört man in einem halben Jahr nochmal rein und auch dann wird
Carmen Rosenthal: man das Ergebnis irgendwo sichtbar sehen, spätestens hier, wenn man in Olpe
Carmen Rosenthal: mal zur Pflanzfläche kommt.
Carmen Rosenthal: Und möchte mich, Frau Hosenstein, ganz, ganz herzlich bei Ihnen bedanken und Ihrem ganzen Team.
Carmen Rosenthal: Nochmal, es ist in diesen Zeiten nicht selbstverständlich, dass man etwas on top macht.
Carmen Rosenthal: Und deswegen freuen wir uns, dass Sie vorangeschritten sind.
Carmen Rosenthal: Sie haben eben das Wort Mut benutzt.
Carmen Rosenthal: Ich sage immer ganz gerne, Mut wird belohnt.
Carmen Rosenthal: Ich finde, wir alle sind heute belohnt worden durch die Kinder und durch das,
Carmen Rosenthal: was an Engagement jetzt rüberkam. Und dafür meinen herzlichen Dank.
Dieter Könnes: Und ich bedanke mich auch, dass Sie hergefunden haben zu uns nach Rode und dass
Dieter Könnes: Sie das ganze Equipment mitgebracht haben.
Dieter Könnes: Und die Menschen, die Sie mitgebracht haben, die waren wirklich sehr,
Dieter Könnes: sehr nett und sehr zuvorkommend. Das muss ich aber auch mal zurückmelden.
Carmen Rosenthal: Das gebe ich gerne weiter und lasse ich dann gerne auch stehen.
Carmen Rosenthal: Und dann hoffen wir mal, dass jetzt noch ein paar Bäumchen zusammenkommen und
Carmen Rosenthal: wir uns dann bei der Pflanzaktion alle wiedersehen.
Dieter Könnes: Vielen Dank. Ich danke Ihnen.