NRW PFLANZT in Kempen – Schulleiterin Sabine Stammen

Shownotes

Im ROBIN GUT Podcast spricht Dieter Könnes mit Sabine Stammen, Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Grundschule in Kempen, über Nachhaltigkeit im Schulalltag, die Bedeutung von Selbstwirksamkeit bei Kindern und das Projekt „NRW pflanzt“. Wie begeistert man Kinder für Umwelt- und Klimaschutz? Die Antwort ist einfach: durch Mitmachen. Ob Mülltrennung, Pflanzaktionen oder gemeinsames Engagement – Kinder lernen am besten, wenn sie selbst aktiv werden und erleben, dass ihr Handeln etwas bewirken kann. Die Unternehmen und Bürger:innen der Stadt Kempen haben gemeinsam mit der Grundschule Kempen bereits über 1.600 Bäume möglich gemacht – und damit nicht nur einen Beitrag für die Umwelt geleistet, sondern auch den Förderverein unterstützt. Gleichzeitig entsteht eine wichtige Botschaft: Nachhaltigkeit funktioniert nur gemeinsam – mit Schulen, Eltern, Unternehmen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Außerdem geht es um die Vision einer „Grünen Schule“, mehr Naturerlebnisse für Kinder und darum, warum Umweltbildung heute wichtiger ist denn je.

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Dieter Könnes: Es ist ein sehr gutes Projekt, auch für die Kinder, die mitzunehmen Richtung

Dieter Könnes: Nachhaltigkeit, auch zu sehen, was können Kinder bewirken. Das ist gerade das

Dieter Könnes: Schöne an dem Projekt, es ist immer gut, wenn Kinder was handelnd machen können,

Dieter Könnes: wenn sie was sehen können, wenn sie was erschaffen können.

Dieter Könnes: Und zum anderen freuen wir uns natürlich auch, wenn wir unseren Förderverein

Dieter Könnes: ein bisschen aufbessern können finanziell.

Dieter Könnes: Es gibt noch eine Fläche in Kempten, wo wir noch 1500 Bäume pflanzen könnten.

Gast: Ich wette, dass wir es nicht schaffen, damit du wettest, dass wir es schaffen.

Dieter Könnes: Was ist denn der Wetteinsatz?

Gast: Also wenn wir die 1815 Bäume am Vorabend an dem Dienstagabend zusammen haben, dann komme ich im Rad.

Gast: Robin Gut mit Dieter Könners.

Gast: Eine neue Robin Gut Podcast Folge. Wir sind in Kempten am Niederrhein, in meiner alten Heimat.

Gast: Sabine Stamm ist bei mir die Schulleiterin von der Astrid-Lindgren-Grundschule.

Gast: Ich freue mich, dass du da bist.

Dieter Könnes: Hallo. Danke, ich freue mich auch.

Gast: Wir haben einiges zu besprechen, denn ihr habt ganz spontan bei unserem Projekt NRW Pflanz mitgemacht.

Gast: Als du von dem Projekt das erste

Gast: Mal gehört hast, was war für dich so der Impuls zu sagen, Jo, das passt.

Dieter Könnes: Da gab es sicherlich zwei Impulse. Zum einen finde ich das ein sehr gutes Projekt,

Dieter Könnes: auch für die Kinder, die mitzunehmen Richtung Nachhaltigkeit,

Dieter Könnes: auch zu sehen, was können Kinder bewirken für unsere Umwelt.

Dieter Könnes: Und zum anderen freuen wir uns natürlich auch, wenn wir unseren Förderverein

Dieter Könnes: ein bisschen aufbessern können finanziell.

Gast: Da ist ein bisschen was zustande gekommen. Da reden wir sicherlich gleich noch

Gast: drüber. Das Thema Nachhaltigkeit an einer Grundschule, wie kann man das reinbringen?

Dieter Könnes: Durch dieses Projekt kann man es natürlich super reinbringen,

Dieter Könnes: aber die Themen im Sachunterricht werden immer auch nachhaltig besprochen und beleuchtet.

Dieter Könnes: Mülltrennung ist ein großes Thema in der Schule, was wir natürlich mit den Kindern jeden Tag.

Dieter Könnes: Immer wieder kommt die Frage, wo muss ich das reinwerfen? In die gelbe,

Dieter Könnes: grüne oder schwarze Tonne? Da gibt es viele Themen zur Nachhaltigkeit.

Gast: Wie würdest du das beschreiben, wenn man Kindern versucht, so Themen nahe zu

Gast: bringen? Mit welcher Begeisterung wird das Thema aufgenommen?

Gast: Mit welcher Motivation? Was erlebt ihr da im Schulalltag?

Dieter Könnes: Also im Schulalltag, und das macht ihr ja auch, das ist gerade das Schöne an

Dieter Könnes: dem Projekt, es ist immer gut, wenn Kinder was handelnd machen können.

Dieter Könnes: Wenn sie was sehen können, wenn sie was erschaffen können.

Dieter Könnes: Oder jetzt auch, wie bei euch, die Pflanzaktion.

Gast: Dieses Mitmachen einfach.

Dieter Könnes: Dieses Mitmachen und sehen, ich kann was bewirken und ich kann auch was mit

Dieter Könnes: meinen eigenen Händen machen.

Gast: Wie interessiert siehst du Kinder heutzutage so an den Themen?

Gast: Ich frage das jetzt auch vor dem Hintergrund, wie sich das vielleicht auch im

Gast: Laufe der Zeit verändert hat oder eben nicht verändert hat.

Dieter Könnes: Also das hängt ein bisschen davon ab, wie man die Kinder mitnimmt und wie begeistert

Dieter Könnes: man selber von dem Thema ist. Dann sind die Kinder interessiert.

Dieter Könnes: Ich fand, das konnten wir heute hier auch sehr gut sehen bei der Unterrichtsstunde.

Dieter Könnes: Die haben Lust drauf, denen ist schon klar, dass es auch ihre Zukunft ist.

Dieter Könnes: Und deshalb kann man die Kinder da sicherlich auch heute noch viel begeistern.

Gast: Das heißt, wir haben eine ganze Menge Verantwortung. Wir als Erwachsene,

Gast: auch in der Generation. Wie siehst du das?

Dieter Könnes: Absolut. Also ich finde, wir müssen den Kindern das beibringen,

Dieter Könnes: dass sie selber wirksam sein können, dass sie mit der Umwelt gut umgehen können.

Dieter Könnes: Und das ist unsere Verantwortung. Also als Stiftung, wir als Lehrkräfte,

Dieter Könnes: das halte ich für sehr wichtig.

Gast: Ist das etwas, was aus deiner Sicht, auch das jetzt nochmal so gefragt mit all

Gast: deiner pädagogischen Erfahrung über die vielen Jahre, ist das etwas,

Gast: was abgenommen hat in den vergangenen Jahren oder ist das gleich geblieben?

Gast: Wie würdest du es einschätzen?

Dieter Könnes: Also ich kann mir schon vorstellen, ich glaube schon, dass es ein bisschen abgenommen

Dieter Könnes: hat. Das hat sicherlich auch mit den Medien zu tun, dem Medienkonsum.

Dieter Könnes: Kinder sind vielleicht nicht mehr so viel in der Natur. Deshalb ist es umso

Dieter Könnes: wichtiger, dass Schule das leisten kann und auch vielleicht andere Möglichkeiten

Dieter Könnes: noch gibt. Und so wie ihr das macht, das anbietet, dass Kinder das halt wieder

Dieter Könnes: auch in der Natur erfahren können.

Gast: Tatsächlich gibt es ja oder soll es angeblich Kinder geben, die glauben,

Gast: die Kuh ist lila oder einen Baum gibt es tatsächlich nicht in der Natur,

Gast: sondern auch auf einem Blatt Papier.

Gast: Und trotzdem haben wir ja auch heute festgestellt, die Wahrheit ist anders.

Gast: Wenn man die Kinder begeistert, wenn man sie mitnimmt, dann stellt man doch

Gast: fest, die haben schon erstaunlich viel Wissen. Also ich war stellenweise echt überrascht.

Dieter Könnes: Ich war auch überrascht, was die Kinder alles wissen. Wir wohnen natürlich jetzt

Dieter Könnes: noch ein Stück weit auf dem Land. In den Städten sieht es vielleicht doch noch

Dieter Könnes: ein bisschen anders aus.

Dieter Könnes: Aber ich glaube, wir als Schule haben zumindest den Auftrag,

Dieter Könnes: die Kinder mitzunehmen, mit den Kindern rauszugehen auf Klassenfahrten,

Dieter Könnes: auf Exkursionen und wie nächste Woche beim Pflanzen.

Gast: Beim Pflanzen. Jetzt versuchen wir natürlich auch die Menschen in Kempten mitzunehmen,

Gast: die Bürgerinnen und Bürger.

Gast: Natürlich auch die Eltern. Das heißt, in dem Fall, ich meine,

Gast: ihr macht häufiger auch sowas wie Sponsorenläufe. In dem Fall machen wir jetzt

Gast: halt mal eine Pflanzaktion, die ja auch dem Förderverein übrigens zugute kommt.

Gast: Und die Eltern mitnehmen, würdest du sagen, auch bei vielen anderen Projekten,

Gast: wenn es um Aktivitäten für eure Schule geht, ohne das geht es nicht mehr?

Gast: Oder wie schätzt du das ein?

Dieter Könnes: Also ohne Elternarbeit könnten wir Schule gar nicht leben. Wir brauchen die

Dieter Könnes: Eltern. So wie bei diesem Projekt, wir haben demnächst ein Zirkusprojekt,

Dieter Könnes: da sind alle Eltern involviert.

Dieter Könnes: Das ist total wichtig für uns als Schule.

Gast: Jetzt habt ihr einen eigenen Förderverein. Was macht der alles?

Dieter Könnes: Der Förderverein unterstützt uns jetzt beim Zirkusprojekt, finanziert Fahrten

Dieter Könnes: zu Exkursionen, Spielgeräte, Kleinspielgeräte. Also wir ohne den Förderverein,

Dieter Könnes: Es ist für Schule schwierig, weil wir selber halt auch nicht so viel Geld haben

Dieter Könnes: als Schule. Und deshalb freuen wir uns natürlich.

Gast: Es wird wahrscheinlich auch nicht unbedingt direkt mehr, was viele Gründe hat,

Gast: über die wir jetzt wahrscheinlich auch im Einzelnen besser nicht sprechen,

Gast: weil wir wollen ja unsere gute Laune auch behalten.

Gast: Und ein Teil der guten Laune steht hier unten. 1.600 Bäume.

Gast: Hast du schon ausgerechnet, was das für euren Förderverein bedeutet?

Dieter Könnes: Nee, ehrlich gesagt noch nicht. Aber du kannst es mir wahrscheinlich sagen, oder?

Gast: Kann ich. Ja, also auch dank eurer Hilfe bedeuten diese 1600 Bäume und es ist

Gast: hoffentlich nur ein Zwischenstand für die Fördervereine von beiden Schulen.

Gast: Es hat ja auch das Tomeo mitgemacht, aber eben auch ganz besonders auch deine Grundschule.

Gast: Also diese 1600 Bäume bedeuten, dass bei der Spende von 20 Euro ja 20 Prozent,

Gast: also flott gerechnet vier Euro, in die Fördervereine fließt.

Gast: Das teilen wir fair auf, damit da gar kein Streit entsteht.

Gast: Also vier geteilt durch zwei sind, ich gucke nochmal kurz nach,

Gast: vier geteilt durch zwei, sind zwei, ne?

Dieter Könnes: Ja, ich glaube ja.

Gast: Jetzt müssen wir zwei mit 1600 multiplizieren, also 3200 Euro.

Dieter Könnes: Das ist super, also das ist richtig schön, da freuen wir uns sehr drüber.

Dieter Könnes: Und die gehen ja auch wieder an die Kinder.

Gast: Das ist das, was wir am Ende auch als soziale Nachhaltigkeit bezeichnen.

Gast: Also wir sehen es auch im Hintergrund, Bäume pflanzen, sozial engagieren, gemeinnützig handeln.

Gast: Also wir haben uns damals, als wir die Stiftung gegründet haben,

Gast: tatsächlich auch ein bisschen was dabei gedacht, dass das Baumpflanzen das eine

Gast: ist, das ist ökologische Nachhaltigkeit, die

Gast: ohne Zweifel wichtig ist, aber ohne das Soziale, also die Menschen mitzunehmen,

Gast: funktioniert es eben nicht.

Gast: Würdest du mir dazu stimmen?

Dieter Könnes: Ja, absolut.

Gast: Okay, in dem Fall habt ihr die Möglichkeit, die 3-2 dann schon entsprechend

Gast: zu verwenden. Jetzt überlege ich gerade, Sabine.

Gast: Es soll ja eigentlich nicht dabei bleiben. Uns fehlen ja noch ein paar Bäume, oder?

Dieter Könnes: Uns fehlen noch ein paar Bäume und zwar genau 215 fehlen uns noch.

Gast: Denn, und jetzt seid ihr dran, die diesen Podcast sehen und möglicherweise diese

Gast: Aktion nicht nur für den Pflanztag, an dem wir jetzt diese ersten Bäume pflanzen,

Gast: sondern auch darüber hinaus unterstützen wollen.

Gast: Denn 1815 Bäume, so viel gehen auf die erste Pflanzfläche, die wir hier in Kempten vollkriegen wollen.

Gast: 1600 haben wir schon, also den größten Teil haben wir schon mal geschafft.

Gast: 215 fehlen. Wir haben jetzt noch sieben Tage Zeit.

Gast: Das kriegen wir hin. Für den Fall, dass der Podcast später gesehen wird, kein Problem, denn

Dieter Könnes: Es gibt noch eine Fläche in Kempten, wo wir noch 1500 Bäume pflanzen könnten.

Gast: Genau. Das heißt also, das Projekt geht weiter. Wenn wir also feststellen,

Gast: dass die Begeisterung groß ist, nicht nur bei den Schulen, sondern auch bei

Gast: all denjenigen, die uns dabei unterstützen, das sind die Eltern,

Gast: das sind die Unternehmen, bei denen wir uns alle total recht herzlich bedanken,

Gast: dann kann man natürlich dieses Gesamtprojekt unterstützen, in der Hoffnung,

Gast: dass wir zunächst mal die erste Fläche voll kriegen.

Gast: Sollen wir eine Wette machen?

Dieter Könnes: Okay.

Gast: Okay.

Gast: Also, jetzt muss ich ja was wetten. Pass auf, wir haben Folgendes.

Gast: Das machen wir jetzt als eigenen Clip, den werden wir vorher zeigen.

Gast: Ich wette, dass wir es nicht schaffen, damit du wettest, dass wir es schaffen.

Gast: Jetzt musst du mich nach meinem Wetteinsatz fragen.

Dieter Könnes: Was ist denn der Wetteinsatz?

Gast: Okay, ich überlege mir jetzt gerade was.

Gast: Ich habe ja hier in Kempen gewohnt, jetzt wohne ich in Süchteln.

Gast: Das sind so bis zur Pflanzfläche...

Gast: 15, 16 Kilometer. Ich komme mit dem Fahrrad an dem Tag.

Gast: Also, wenn wir die 1815 Bäume am Vorabend, an dem Dienstagabend zusammen haben,

Gast: dann komme ich mit dem Rad.

Gast: Und die anderen können halt kommen, wie sie wollen. Aber dann fahre ich mit

Gast: dem Rad zur Pflanzfläche. Ist jetzt ein kleiner Beitrag.

Dieter Könnes: Aber immerhin.

Gast: Aber immerhin. Okay. Vorher hat man gesagt, top, die Wette gilt.

Gast: Was habt ihr euch vorgenommen für die Zukunft, Sabine? Was ist das,

Gast: was euch als Schule bewegt? Was treibt euch an? Was sind Projekte,

Gast: die ihr noch umsetzen und realisieren wollt?

Dieter Könnes: Also uns bewegt sehr das Thema grüne Schule.

Dieter Könnes: Wir haben ein sehr großes Außengelände mit vielen alten Bäumen,

Dieter Könnes: das wir gerne so gestalten möchten, dass die Kinder es noch besser nutzen können.

Dieter Könnes: Dafür sind die 3.200 Euro natürlich super. Es ist ein großes Projekt,

Dieter Könnes: es ist finanziell schwer zu stemmen und das ist was, was wir für die Kinder gerne machen möchten.

Gast: Das hängt immer an mit dem ersten Schritt. Wir hoffen einen kleinen Beitrag

Gast: mit der Unterstützung vieler geleistet zu haben.

Gast: Tatsächlich hätte ich für das Schulhof-Projekt auch schon die eine oder andere

Gast: Idee, da können wir uns vielleicht auch nochmal darüber unterhalten.

Dieter Könnes: Genau, vielleicht könnte ich dich da nochmal ansprechen.

Gast: Ja, ein paar Ideen sind da. Und ja, es hat großen Spaß gemacht.

Gast: Vielen Dank, dass ihr uns so toll unterstützt habt und wir freuen uns, dass ihr euch freut.

Dieter Könnes: Ja, vielen Dank, dass wir mitmachen durften.

Gast: Viel Spaß beim Pflanzen. Danke an alle, die uns unterstützen und am besten unserem

Gast: Podcast folgen, abonnieren, liken, kommentieren.

Gast: Togt euch aus, es lohnt sich.