NRW pflanzt in Lohmar – Bürgermeister und Schulamtsleiterin gehen voran

Shownotes

m ROBIN GUT Podcast trifft Dieter Könnes zwei Menschen, die „NRW pflanzt" in Lohmar von Anfang an getragen haben:

Bürgermeister Matthias Schmitz und Schulamtsleiterin Kristina Scholz. Gemeinsam blicken sie zurück auf das, was entstanden ist – und voraus auf das, was noch kommen kann. Alle sechs Lohmarer Schulen sind dabei. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und doch war es, wie Kristina Scholz berichtet, fast logisch: Wo Schulleitungen und Schulamt eng zusammenarbeiten, braucht es nur eine Konferenz, eine Idee – und Begeisterung tut den Rest. Matthias Schmitz bringt es auf den Punkt: Als Vater, als Grundstücksbesitzer, als Bürgermeister – 1.000 Bäume in Lohmar zu pflanzen, war für ihn keine Frage. Weil Klimaresilienz nicht gegen Wirtschaft steht. Weil jeder Baum vor Ort sichtbar wächst. Weil Kinder erleben sollen, dass sie Teil der Lösung sind. Bis zu 70 % der Wälder in NRW sind geschädigt. Reden allein hilft nicht. Lohmar macht. Dank des Payback-Systems der ROBIN GUT Stiftung fließen 20 % der Spendeneinnahmen direkt zurück an die Fördervereine der sechs Schulen – bei 1.000 Bäumen sind das 4.000 Euro für soziale Schulprojekte. Ökologisch und sozial nachhaltig.

Der Pflanztag in Lohmar kommt im Herbst. Wer jetzt noch einen Baum spenden möchte, findet alles auf www.nrw-pflanzt.de

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Dieter Könnes: Was man eigentlich bewegen kann mit der Baumpflanzaktion, wie wichtig das für

Dieter Könnes: die Zukunft ist, für ihre Zukunft, für die Zukunft der Enkel unserer Kinder.

Speaker1: Weil es auch hier letztendlich um ihre eigene Zukunft geht.

Speaker2: Ich glaube, wir können auch selbstkritisch sagen, weil wir als Generation vielleicht

Speaker2: auch nicht immer alles richtig gemacht haben, aber vielleicht genau deswegen

Speaker2: unsere Kinder dabei unterstützen wollen.

Speaker1: Denen muss man Nachhaltigkeit tatsächlich nicht erklären. Die wissen, was es heißt.

Dieter Könnes: Waren einfach auch sehr berührt von den Briefen, die da geschrieben wurden und

Dieter Könnes: finden das Projekt super und unterstützen das Projekt.

Speaker2: Robin Gut mit Dieter Könners.

Speaker2: NRW pflanzt heute in Loma und das mache ich mit zwei Menschen,

Speaker2: die für das Projekt ganz, ganz wichtig sind.

Speaker2: Christina Scholz ist bei mir und der Bürgermeister Matthias Schmitz.

Speaker2: Herzlich willkommen, schönen guten Morgen.

Speaker1: Guten Morgen.

Speaker2: Frau Scholz, Sie sind Schulamtsleiterin und haben das Projekt federführend unterstützt.

Speaker2: Der Bürgermeister natürlich auch an erster Stelle.

Speaker2: In Loma ist was ganz Besonderes entstanden. Nämlich, dass wir alle sechs Schulen

Speaker2: in Loba mit einbeziehen konnten. War das schwierig?

Dieter Könnes: Ich würde sagen, nein. Wir sind in sehr gutem Kontakt mit unseren Schulleitungen

Dieter Könnes: und haben eine Schulleiterkonferenz genutzt, um das Projekt vorzustellen.

Dieter Könnes: Und mir war eigentlich klar, dass alle Schulen halt auch begeistert sein werden

Dieter Könnes: und direkt mitmachen werden.

Speaker2: Als Sie das erste Mal von dem Projekt gehört haben, was ging Ihnen so für ein Gedanke durch den Kopf?

Dieter Könnes: Ich fand es toll. Ich habe ehrlicherweise auch gedacht, da kommt auch ein bisschen

Dieter Könnes: Arbeit auf uns zu. Okay, aber es hat dann überwiegt, dass sie gesagt haben,

Dieter Könnes: das ist eine tolle Aktion. Ich habe selber Kinder an der Grundschule und habe

Dieter Könnes: gedacht, ja, warum nicht?

Speaker2: Es steht und fällt mit engagierten Menschen. Matthias Schmitz,

Speaker2: Sie sind der Bürgermeister und es sind schwierige, es sind herausfordernde Zeiten

Speaker2: für alle Städte, für alle Gemeinden.

Speaker2: Und dann kommt so eine Anfrage von Robin Guth, die sagt dann,

Speaker2: hey Loma, habt ihr nicht einfach Lust auch bei NRW Pflanz mitzumachen,

Speaker2: als Sie von dem Projekt gehört haben?

Speaker2: Was war so Ihre Motivation?

Speaker1: Also letztendlich war ich von vornherein davon überzeugt und auch davon begeistert,

Speaker1: weil letztendlich als Lohmacher, auch Vater zweier Töchter,

Speaker1: und ein Grundstücksbesitzer, der selber auch schon einen Baum gepflanzt hat

Speaker1: im eigenen Garten, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit gewesen,

Speaker1: das entsprechend auch zu unterstützen mit Hartkraft durch die Stadt,

Speaker1: weil es letztendlich ja auch für uns, für die Generation und insbesondere für

Speaker1: die Zukunft ein ganz wesentlicher Baustein darstellen kann.

Speaker2: Jetzt könnte man sagen, Herr Schmitz, Bäume pflanzen, das machen viele.

Speaker2: Bei diesem Projekt übernehmen die Kinder, also die Schülerinnen und Schüler,

Speaker2: eine ganz, ganz wesentliche Aufgabe. Wie finden Sie das?

Speaker1: Gerade richtig, weil es auch hier letztendlich um ihre eigene Zukunft geht und

Speaker1: auch sinnbildlich den Kindern und Jugendlichen jetzt schon erlebbar gemacht

Speaker1: wird, dass sie auch Teil der Lösung sein können.

Speaker1: Das heißt, auch eine kleine Aktion vermeintlich, ich pflanze einen Baum,

Speaker1: schon viel bewirken kann.

Speaker1: Es sind nicht immer nur große andere Bereiche, muss was gemacht werden,

Speaker1: wie man es ja immer gerne hört, von oben soll irgendwas geschehen,

Speaker1: sondern nein, jeder Einzelne kann was bewirken.

Speaker1: Und wenn das Kinder und Jugendliche schon so mitnehmen und miterleben,

Speaker1: ist das, glaube ich, auch für ihre eigene Zukunft ein guter Schritt und ein guter Lerneffekt.

Speaker2: Und dieses Bewirken Frischholz, also heute waren vier Grundschulen mit dabei.

Speaker2: Man hat zum Teil ja auch so diese Begeisterung für das Projekt gesehen.

Speaker2: Was glauben Sie, was steckt für ein Potenzial in diesem Gesamtprojekt NRW Pflanzt,

Speaker2: wenn man versucht, Kindern auf diese, ich nenne das jetzt mal Reise,

Speaker2: auf diese Reise mitzunehmen?

Dieter Könnes: Also ich habe schon heute auch gemerkt, dass die Kinder sehr motiviert sind,

Dieter Könnes: dass sie auch wirklich leise waren. Ich meine, es waren 120 Kinder hier,

Dieter Könnes: alle haben wirklich gestaunt im Film. Unglaublich, sehr diszipliniert.

Dieter Könnes: Genau, und das fand ich schon auch bemerkenswert. Und ja, ich glaube,

Dieter Könnes: dass jedem Einzelnen jetzt auch nochmal durch diesen Aktionstag heute halt klar geworden ist,

Dieter Könnes: was man eigentlich bewegen kann mit der Baumpflanzaktion, wie wichtig das für

Dieter Könnes: die Zukunft ist, für ihre Zukunft, für die Zukunft der Enkel unserer Kinder sein wird.

Dieter Könnes: Und ja, ich glaube, dass da jetzt auch noch mal ganz viel passieren wird,

Dieter Könnes: dass sie das weitertragen in ihre Klassen, sind ja Vertreter aus den Schulen

Dieter Könnes: da gewesen und das dann auch noch mal in die Haushalte getragen wird zu den Eltern.

Speaker2: Das ist schön, dass Sie es so ansprechen, weil das Projekt ist ja tatsächlich nicht abgeschlossen.

Speaker2: Wir haben zwar heute, und das ist eine ganz tolle Zahl, die da von uns so eingerahmt

Speaker2: wird, gesagt, es sind tausend Bäume, die wir schon mal pflanzen,

Speaker2: Aber Schmitz, die Pflanzfläche bietet ja noch einiges mehr.

Speaker2: Also das Projekt kann jetzt noch weitergehen. Wir können das jetzt auch heute

Speaker2: unserem Podcast als Aufruf verstehen, noch weiter zu spenden,

Speaker2: weil wir pflanzen ja schließlich hier vor Ort.

Speaker1: So ist das letztendlich. Jeder ist aufgerufen, seinen Anteil zu leisten,

Speaker1: soweit wie er kann und möchte, um letztendlich dieses Projekt auch den entsprechenden

Speaker1: Erfolg zu bringen, den er auch letztendlich verdient hat.

Speaker1: Wie gerade gesagt worden ist, es ist ja keine Aktion für einfach so,

Speaker1: sondern mit einem tieferen Sinn und auch mit tieferen Effekten über Generationen hinweg.

Speaker2: Jetzt haben wir einen Effekt gerade besprochen, nämlich dass unsere Kinder sich

Speaker2: für ihre Zukunft einsetzen.

Speaker2: Ich glaube, wir können auch selbstkritisch sagen, weil wir als Generation vielleicht

Speaker2: auch nicht immer alles richtig gemacht haben, aber vielleicht genau deswegen

Speaker2: unsere Kinder dabei unterstützen wollen.

Speaker2: Aber es passiert noch ein zweiter Punkt, Herr Schmitz. Wir pflanzen,

Speaker2: speziell jetzt für Loma, hier sichtbar vor Ort. Warum ist das für sie wichtig?

Speaker1: Das ist für uns deswegen so wichtig, weil es für Loma selbst hier letztendlich

Speaker1: auch erlebbar wird, erkennbar wird und letztendlich auch der Nutzen der ganzen

Speaker1: Aktion auch in 20 Jahren.

Speaker1: Wenn wir uns in 20 Jahren mit den Kindern, ich hoffe, ich bin da noch rüstig

Speaker1: genug, die Kinder werden es in jedem Fall noch sein, unter den Bäumen dann wiederfinden,

Speaker1: kann man auch sehen, was man gemeinsam dann geschaffen und geleistet hat.

Speaker1: Und da geht es jetzt auch jeder Baum, der in der ganzen Welt gepflanzt wird,

Speaker1: ist gut, aber es fängt vor der eigenen Haustür mit dem eigenen Engagemäuer direkt schon an.

Speaker2: Und wir versuchen sozusagen, bleiben wir mal in dem Bild, Frau Scholz,

Speaker2: diesen Samen zu sehen, bei den Kindern, um, was wir gerne von Robin Gut sagen,

Speaker2: positive Klimamultiplikatoren auszubilden.

Speaker2: Also, dass das junge Menschen werden, die später mal davon berichten können,

Speaker2: da gab es mal so ein Projekt, da haben wir eigene Bäume gepflanzt und nehmen dadurch was mit.

Speaker2: Haben Sie das Vertrauen, dass sich das bei den Kindern auch so als Gedanke so

Speaker2: festsetzt? Glauben Sie, dass das nachhaltig ist im wahrsten Sinne des Wortes?

Dieter Könnes: Auf jeden Fall. Also ich glaube schon, dass die Kinder sich auf jeden Fall auch

Dieter Könnes: später an diese Veranstaltung erinnern werden. Wenn wir dann noch diesen Baumaktionspflanztag

Dieter Könnes: haben, dann sowieso daran. Das ist ja nochmal, wenn man es mit den Händen macht,

Dieter Könnes: das vergisst man ja sowieso nicht.

Dieter Könnes: Also ich glaube, das ist schon auf jeden Fall sehr nachhaltig.

Speaker2: Und das ist ein Zeichen, was wir hier speziell in Loma setzen wollen.

Speaker2: Und was, Herr Schmitz, zeichnet Loma in Sachen Nachhaltigkeit aus?

Speaker2: Was ist Ihnen als Bürgermeister wichtig?

Speaker2: Gehen wir mal jetzt ein bisschen über das Projekt hinaus.

Speaker2: Es sind, ich habe es eingangs gesagt, herausfordernde Zeiten.

Speaker2: Alles das, was nachhaltige Ambitionen voraussetzt, dafür benötigt es auch ein

Speaker2: entsprechendes Kapital.

Speaker2: Ist, glaube ich, gerade auch hier in Loma nicht gerade die einfachste Zeit.

Speaker2: Was ist Ihnen bei dem Thema Nachhaltigkeit grundsätzlich wichtig als Bürgermeister?

Speaker1: Nachhaltigkeit ist ja ein Prozess, der nicht nur einzelne Bereiche berührt,

Speaker1: sondern gesamtgesellschaftlich von Relevanz ist und auch in der Verwaltung eine Querschnittsaufgabe.

Speaker1: Also es ist nicht so, sie ist die Schulamtsleitung. Man müsste meinen,

Speaker1: sie hätte jetzt mit den Baumpflanzaktionen nichts zu tun. Ganz im Gegenteil.

Speaker1: Und so muss man das auch in den anderen Bereichen sehen.

Speaker1: Und wir haben auch sehr starkes Engagement hier in Loma schon vorhanden.

Speaker1: Sei es mit Schlau unterwegs, wo die Kinder entsprechend auf den Weg gebracht

Speaker1: werden, auch in den Schulen.

Speaker1: Sei es mit der Zukunftsinitiative Loma 2050 und vielen anderen Gruppierungen,

Speaker1: die aktuell schon sich engagieren und einbringen und wir in unserem,

Speaker1: ständigen Arbeit und ständigen Streben in der Weiterentwicklung diese Fokus weiter, noch,

Speaker1: klimaresilienter, Klimaanpassung,

Speaker1: weiter fortschreiben und auch weiterentwickeln.

Speaker2: Ich finde, Sie haben gerade etwas ganz Interessantes gesagt,

Speaker2: nämlich, dass man Nachhaltigkeit fachbereichsübergreifender denken muss.

Speaker2: Das stelle ich mir jetzt schwierig vor, weil jeder, gerade in Verwaltungen,

Speaker2: denkt man ja schon mal so in seinen eigenen Strukturen.

Speaker2: Müssen Sie da in der Verwaltung das noch so aufbrechen oder wie sehen Sie da

Speaker2: die Bereitschaft, genau das so zu leben, wie Sie es gerade gesagt haben,

Speaker2: also übergreifend von Fachbereich zu Fachbereich?

Speaker1: Die Bereitschaft ist ja schon vorhanden, sonst sind wir ja auch hier nicht zu

Speaker1: dritt, dass da letztendlich auch viel bewegt werden will und viel bewegt werden kann.

Speaker1: Und auch Klimaresilienz zu werden, bedeutet ja nicht, andere Dinge außen vor zu lassen.

Speaker1: Das bedeutet genauso wie in der Wirtschaft, nur weil ich klimaneutral werden

Speaker1: möchte, Klimaanpassungen vorantreiben möchte, dass dies im Umkehrschluss zu

Speaker1: wirtschaftlichen Nachteilen führen kann, sondern ganz im Gegenteil.

Speaker1: Jede Ressource, die wir hier vor Ort schonend und nachhaltig produzieren und

Speaker1: hier nur mal halten, erspart uns eine Ressource, die wir aus irgendwelchen Erdölfeldern

Speaker1: zum Beispiel benötigen, sodass da auch letztendlich das eine das andere nicht ausschließt.

Speaker1: Aber wie Sie richtigerweise sagen, es sind herausfordernde Zeiten, gerade finanziell.

Speaker1: Sodass wir natürlich schauen müssen, wie können wir die gezielten Anreize setzen,

Speaker1: selbst etwas zu tun, beziehungsweise auch mit so einem Projekt letztendlich,

Speaker1: die Bürgerinnen und Bürger, die Gesellschaft,

Speaker1: anzuregen, letztendlich selber auch aktiv zu werden und auch selber zu verstehen,

Speaker1: ein Teil der Lösung sein zu können.

Speaker2: In Zeiten, die nicht einfach sind, in Zeiten, wo vielleicht auch gerade durch

Speaker2: Social Media sehr unterschiedlich diskutiert wird.

Speaker2: Wir haben Bilder gezeigt, Frau Scholz, was den Klimawandel angeht,

Speaker2: was die Veränderung des Waldes angeht.

Speaker2: Man kann über viele Dinge ja auch gerne diskutieren, vielleicht ja auch konstruktiv streiten.

Speaker2: Tatsache ist, dass es dem Wald an sich nicht gut geht. Und wir haben ja heute

Speaker2: auch Zahlen präsentiert, bis zu 70 Prozent geschädigt.

Speaker2: War Ihnen das als Lehrkraft letztendlich so klar?

Dieter Könnes: Ich bin ja keine Lehrkraft, ich bin Amtsleiterin, genauso arbeite ich nicht in der Schule.

Dieter Könnes: Ich muss sagen, ja, das war mir klar. In meinem Amtsbereich ist auch die Naturschule mit verortet.

Dieter Könnes: Da haben wir auch Projekte schon gemacht. Und meine Kollegin,

Dieter Könnes: die Frau Jungwirth, die ist Umweltbeauftragte auch bei der Stadt.

Dieter Könnes: Deshalb ist mir das Thema schon auch nah.

Dieter Könnes: Und wir haben auch ein Projekt gehabt im Lummerer Wald, wo wir einen Waldlern-

Dieter Könnes: und Erlebnispfad eröffnet haben.

Dieter Könnes: Und da habe ich auch gesehen, dass viele Bäume kaputt sind, dass da neu gepflanzt

Dieter Könnes: wurde. Und deshalb waren wir da schon bewusst. Und es war auch Thema oder ist

Dieter Könnes: auch Thema im Waldlern- und Erlebnisfahrt der Wandel eben des Waldes.

Dieter Könnes: Das hatten wir damals aufgegriffen, weil deshalb ist mir dieses Thema schon

Dieter Könnes: ein bisschen bekannter, sage ich mal.

Speaker2: Jetzt frage ich mal was ganz Provokantes. Also es wird ja viel auch über Bildung

Speaker2: bei uns gesprochen und über das, was unsere Kinder oder wie unsere Kinder ausgebildet werden müssen.

Speaker2: Ist so ein Thema wie Nachhaltigkeit für Sie ein eigenes Fach?

Speaker2: Oder könnte es eins sein?

Dieter Könnes: Also da bin ich nicht tief genug im Lernplan, sage ich mal, mit drin.

Speaker2: Eigentlich ist ja so eine emotionale Frage.

Dieter Könnes: Ich finde es ganz wichtig, dass das Bewusstsein der Kinder geschärft wird.

Dieter Könnes: Und dadurch auch, dass wir das Projekt Schlau unterwegs mit in all unseren Schulen

Dieter Könnes: verankert haben, da geht es halt auch um Energiesparen und auch um Plastikflaschen

Dieter Könnes: und wie lange dauert es. Die Kinder waren ja heute relativ fit,

Dieter Könnes: würde ich sagen, in ihren Antworten.

Dieter Könnes: Also habe ich auch gedacht, die kriegen schon einiges doch auch mit.

Dieter Könnes: Und auch meine Kinder kommen dann zu Hause und sagen, wir müssen mal das Licht

Dieter Könnes: ausmachen. Ist doch gar keiner in dem Raum. Also das kommt schon an bei mir

Dieter Könnes: zu Hause, dass die Kinder das in der Schule auch auf jeden Fall lernen.

Speaker2: Das ist doch ein super Punkt. Wie alt sind Ihre Töchter?

Speaker1: Meine Töchter sind schon was älter. Meine Töchter sind 24 und fast 20.

Speaker1: Aber was Sie gerade sagten und da war auch das Erleben genauso aus der Schule.

Speaker1: Weil wir ja vorhin schon betont haben, Nachhaltigkeit, Umwelt,

Speaker1: die Ressourcen, das ist eine Querschnittsaufgabe.

Speaker1: Also ich sehe das nicht autark in einem Themenbereich, sondern letztendlich

Speaker1: muss es selbstverständlich sein, wie gehe ich mit den Ressourcen um und wie

Speaker1: wann dies weiter, wenn ich an meine Eltern, wenn ich das kurz sagen darf,

Speaker1: erinnern darf, die leben noch bei dem Gotteswillen.

Speaker1: Mit 88 und 85, die sind in Kriegszeiten geboren.

Speaker1: Denen muss man Nachhaltigkeit tatsächlich nicht erklären. Die wissen,

Speaker1: was es heißt, die Sachen so einzukaufen und zu nutzen, wie es zu brauchen und zu erleben ist.

Speaker1: Und da ist es wie eine Selbstverständlichkeit da drin gewesen.

Speaker1: Und diese Selbstverständlichkeit, die damals aus großen Herausforderungen gewachsen

Speaker1: ist, muss man heute wieder neu sehen, um in dem Bild dann entsprechend zu bleiben.

Speaker2: Ja, das ist ein interessanter Punkt. Müssen wir da umdenken?

Speaker2: Also Sie haben jetzt Ihre Eltern angesprochen, die in Zeiten groß geworden sind,

Speaker2: die alles andere als gut waren. Also schwierig.

Speaker2: Müssen wir als Gesellschaft umdenken für die Kids, die wir heute hier erlebt

Speaker2: haben, uns ein bisschen wieder zurücknehmen, mehr zusammenrücken,

Speaker2: vielleicht weg von dem ganzen Thema, was wir mit Konsum meinen und so,

Speaker2: dass wir da so einen Umdenkungsprozess einleiten?

Speaker1: Ja, man sollte sich wieder hinterfragen, das heißt hinterfragen,

Speaker1: jeder kann in den Urlaub fliegen, jeder kann sich eine Cola kaufen,

Speaker1: egal ob in Plastik oder in Glas, aber er muss sich bewusst machen, warum kauft er das?

Speaker1: Gleich wie mit Nahrungsmitteln. Welche Nahrungsmittel kaufe ich?

Speaker1: Kaufe ich regional, kaufe ich überregional? Achte ich auf die Haltungsform?

Speaker1: Das sind ja so viele Bausteine und so bald und solange man sich sein eigenes

Speaker1: Handeln dahingehend bewusst hat, dass das Auswirkungen hat.

Speaker1: Wenn ich es nicht alleine tue, sondern auch alle anderen. Und ich alleine kann

Speaker1: schon für mich was bewirken.

Speaker1: Und diese vielen kleinen Puzzleteile führen letztendlich zum erfolgreichen Entwicklung der Ganzen.

Speaker1: Deswegen stimme ich hinzu, dass das bewusste Handeln, glaube ich,

Speaker1: wieder in den Vordergrund gerückt werden sollte.

Speaker2: Gerade bei Social Media, Frau Scholz, ist es ja so, dass man sich,

Speaker2: ich sag es mal jetzt ganz brutal, dass man sich da bewusst auskotzen kann.

Speaker2: Man kann alles Mögliche kritisieren, man kann es zum Teil auch eben anonym machen.

Speaker2: Und vor allem, man zeigt immer erstmal mit dem Finger so auf die anderen,

Speaker2: mach du doch mal und dann mach du doch mal und dann gucke ich mal,

Speaker2: ob ich auch mal so ein bisschen was mache.

Speaker2: Wir haben ja versucht heute den Kindern klar zu machen, es geht eben auch anders.

Speaker2: Sind das Signale, die Sie als wichtig finden und Botschaften,

Speaker2: die auch bei den Kindern so ankommen müssen?

Dieter Könnes: Ja, auf jeden Fall. Also ich glaube schon, dass es wichtig ist,

Dieter Könnes: dass die Kinder auch lernen oder ihnen mitgegeben wird, dass das,

Dieter Könnes: was sie machen, dass das Auswirkungen hat und welche Auswirkungen das eben auch haben kann.

Speaker2: Ja, also ein Stück weit versuchen wir dann da zu korrigieren,

Speaker2: was wir, ich sag's jetzt mal so, in unserer Generation vielleicht nicht unbedingt

Speaker2: versaut haben, aber vielleicht mit unserem Selbstverständnis nicht unbedingt immer richtig machen.

Speaker2: Und auch da besteht da durchaus die Chance, jederzeit eine Kurskorrektur zu machen.

Speaker2: Wie schwierig ist das für Sie als Bürgermeister, solche Korrekturen da auch durchzusetzen?

Speaker1: Es ist natürlich eine Herausforderung, weil es natürlich auch in die Grundfeste

Speaker1: der eigenen Überzeugung von gewissen Personen oder Bereichen,

Speaker1: gesellschaftlichen Bereichen, dann geht.

Speaker1: Ich sage mal, da liegt es dann an uns, an der Politik und auch mir als Bürgermeister

Speaker1: zu kommunizieren, letztendlich die Menschen mitzunehmen, zu erläutern.

Speaker1: Man will keinem was wegnehmen, keine seine Freiheit berauben,

Speaker1: sondern ganz im Gegenteil, derjenige soll sich Gedanken machen oder überhaupt

Speaker1: erst die Gedanken fassen, was er mit seinem Handeln und seinem Tun bewirkt oder halt eben nicht.

Speaker1: Und wenn er sich das zum Bewusstsein macht und gerade was Sie sagten,

Speaker1: gerade in Social-Medien-Bereichen, wo ja jeder sich auf die Fahne schreibt für

Speaker1: die Heimat und die gleiche, das Beste zu tun.

Speaker1: Und wenn jeder sich dann vor Augen führt, was ist denn wirklich das Beste für

Speaker1: die Heimat und das dann entsprechend umzusetzen, wäre das schon ein guter Schritt.

Speaker1: Aber eine Herausforderung ist es allemal.

Speaker2: Wenn man mal zusammenfasst und zum Schluss auf das Projekt von uns guckt.

Speaker2: NRW Pflanzt, Lohme hat uns von Anfang an großartig unterstützt.

Speaker2: Die Frage gilt gleich an Sie beide. Ich fange bei Ihnen an.

Speaker2: Als Bürgermeister, warum lohnt es sich als Kommune, sich an so einem Projekt zu beteiligen?

Speaker1: Weil es eine Maßnahme ist, die letztendlich wirkt.

Speaker1: Sofort eine Aktion. Man redet nicht drüber, sondern man setzt sie um.

Speaker1: Somit auch haptisch für die Kinder und Jugendlichen, das ist direkt das nächste

Speaker1: Argument, zu sagen, es geht dann über die Generationen hinweg.

Speaker1: Das heißt, es wird etwas erlebbar gemacht in dem Klimaschutz,

Speaker1: in der Klimaanpassung für alle Generationen.

Speaker1: Und wir haben alle sofort was davon, weil wir auch sagen wollen,

Speaker1: in 20 Jahren wollen wir nicht nur in einer schönen Stadt leben,

Speaker1: sondern auch nur mit einer lebendigen und funktionierenden Natur inklusive des wunderbaren Waldes.

Speaker2: Was spricht für Sie, Frau Scholz, dafür, dass sich Schulen für dieses Projekt

Speaker2: nicht nur begeistern, sondern dass sie auch mitmachen?

Dieter Könnes: Also ich muss sagen, mein Kollege, der Herr Wagner, der das Projekt eng begleitet

Dieter Könnes: hat, also mit ausgeführt hat.

Speaker2: Großartig unterstützt.

Dieter Könnes: Ja, großartig unterstützt.

Speaker2: Kompliment nochmal, Herr Wagner. Sehr gut.

Dieter Könnes: Genau. Hat mir auch ein paar Briefe gegeben zum Lesen von den Unternehmen zurück an die Kinder.

Dieter Könnes: Und ich muss sagen, das waren wirklich ein paar richtig, richtig schöne Zeilen,

Dieter Könnes: die da auch geschrieben wurden.

Dieter Könnes: Also viele Unternehmen waren einfach auch sehr berührt von den Briefen,

Dieter Könnes: die da geschrieben wurden und finden das Projekt super und unterstützen das Projekt.

Dieter Könnes: Und da habe ich auch nochmal gemerkt, ja, neben all der Arbeit,

Dieter Könnes: die man halt so hat, das war jetzt wirklich irgendwie nur ein Projekt,

Dieter Könnes: da muss man sich auch mal die Zeit nehmen und einfach mal lesen,

Dieter Könnes: was da so als Rückmeldung kommt und wie schön das doch auch einfach ist.

Speaker2: Vielleicht das auch nochmal als Dankeschön an die Unternehmerschaft jetzt hier

Speaker2: in Loma für diese fantastische Unterstützung.

Speaker2: Wir haben eine Großspende dabei gehabt in Höhe von 5000 Euro.

Speaker2: Das ist alles nicht selbstverständlich, aber auch da war ein,

Speaker2: ich nenne es jetzt mal positiver Triggerpunkt, den Sie auch schon angesprochen

Speaker2: haben, diese persönliche Ansprache der Kinder durch die Briefe.

Speaker2: Ist das das Salz in der Suppe gewesen, vielleicht?

Speaker1: Ich glaube schon. Das siehst du auch so. Ich glaube schon, dass das auch eine

Speaker1: ganz andere Ansprache war, als wenn man global irgendwas aufruft,

Speaker1: sondern die Kinder letztendlich ihre Meinung, ihre Ideen zu Papier brachten,

Speaker1: mit der Hand selber geschrieben haben.

Speaker1: Ich glaube schon, dass das Einfluss hat auf den Empfänger. Ich bekomme auch

Speaker1: das ein oder andere Handgeschriebene aus den Schulen mit Bitten und Wünschen.

Speaker1: Und das ist natürlich was ganz anderes, als wenn irgendeiner eine Mail verfasst.

Speaker1: Also es ist eine ganz andere Art der Weise der Kommunikation.

Speaker2: Jetzt haben wir noch zwei Schlussstatements. Bei dem einen, das wäre Ihr Statement,

Speaker2: was Sie dann auch direkt in die Kamera richten könnten, als Aufruf vielleicht

Speaker2: das Projekt noch zu unterstützen. Da gebe ich Ihnen jetzt mal 30 Sekunden Bedenkzeit

Speaker2: und zwar so lange, wie jetzt Frau Scholz auf die abschließende Frage für Sie jetzt antwortet.

Speaker2: Was ist für Sie, wenn Sie mal so Bullet Points rausarbeiten würden,

Speaker2: was ist für Sie an dem Projekt das, was es ausmacht, wo Sie sagen,

Speaker2: das hat mich überzeugt, das finde ich großartig?

Dieter Könnes: Also klar, Bäume pflanzen, dass wir da halt was tun können, dass wir eine schöne

Dieter Könnes: große Fläche haben, die gefüllt werden muss mit Bäumen.

Dieter Könnes: Und ich fand es total schön, dass wir das als Solidarprojekt aufgezogen haben,

Dieter Könnes: also dass wir mit allen Schulen zusammengesetzt haben, es geht alles in einen

Dieter Könnes: Topf, dass auch die Schulen, die Fördervereine Nutznießen haben,

Dieter Könnes: dass da auch ein Beitrag dann dabei rumkommt.

Dieter Könnes: Ja, und wir einfach was für die Schulen machen konnten.

Speaker2: Sehr schön und bevor jetzt Herr Schmitz das Schlussstatement bekommt,

Speaker2: vielleicht nochmal für alle, die uns zuschauen und zuhören, nochmal der Hinweis,

Speaker2: 1000 Bäume haben wir jetzt schon zusammenbekommen und es gibt ein Payback-System

Speaker2: dank der Spenden, dass wir

Speaker2: 20 Prozent der Einnahmen an die Schulen abgeben können. Sechs Schulen haben sich beteiligt.

Speaker2: Bedeutet bei 1000 Bäumen, dass wir 4000 Euro als Robin-Guth-Stiftung an die

Speaker2: Schulen auszahlen können, um damit auch wiederum soziale Projekte der jeweiligen

Speaker2: Schulen zu unterstützen.

Speaker2: Also sowohl sozial als auch ökologisch sind wir nachhaltig unterwegs und es

Speaker2: könnte noch gesteigert werden.

Speaker2: Das ist jetzt Ihr Schlussstatement, Herr Schmitz.

Speaker2: Sie können sich jetzt gerne nochmal an die Menschen in Loma richten,

Speaker2: auch gerne auch an die Unternehmer und sagen, das Projekt läuft ja noch ein bisschen weiter.

Speaker1: Ja, danke schön. An der Stelle erstmal herzlichen Dank für das Engagement der

Speaker1: Unternehmerinnen und Unternehmer, die bisher schon aktiv dabei sich eingebracht haben.

Speaker1: Enneway Pflanzt bedeutet nicht nur etwas Gutes zu tun für die Zukunft,

Speaker1: sondern auch direkt haptisch hier und heute.

Speaker1: Und darüber hinaus, wir haben es gerade gehört, kommt es darüber hinaus auch

Speaker1: sogar noch den Fördervereinen der jeweiligen Schulen zugute.

Speaker1: Sodass ich da sagen kann, machen Sie mit, jeder Beitrag ist ein Gewinn für unsere

Speaker1: Heimat, sodass wir in 20, 30 Jahren immer noch zufrieden hier und glücklich

Speaker1: in unserer Heimat wohnen können.

Speaker2: Ich hätte es nicht besser sagen können, Matthias Schmitz, Christina Schulz,

Speaker2: also vielen, vielen Dank, dass Sie uns, uns, das ganze Team von Robin Gut,

Speaker2: das ich ausdrücklich bei Ihnen bedankt, unterstützt haben, trotz der Arbeit,

Speaker2: trotz dieser herausfordernden Zeiten,

Speaker2: aber eben dieser Solidargedanke und dieses Gemeinsame ist das,

Speaker2: was das Projekt, glaube ich, ausmacht und trägt.

Speaker2: Und in der Hoffnung, dass das noch viele andere machen und in der Hoffnung,

Speaker2: dass gerade hier in Lohmann noch ein paar Bäumchen dazukommen.

Speaker2: Und wir werden im Herbst pflanzen. Da freuen wir uns drauf.

Speaker1: Wir danken auch. Herzlichen Dank. Dankeschön.