NRW pflanzt: 50.000 Bäume fürs Rheinland – Warum alle 27 rheinischen Sparkassen jetzt gemeinsam handeln
Shownotes
Im ROBIN GUT Podcast spricht Dieter Könnes mit Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Krefeld und stellvertretender Landesobmann des rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes. Im Mittelpunkt steht ein starkes Signal für den Klimaschutz: Alle 27 Sparkassen im Rheinland unterstützen das Projekt „NRW pflanzt“ mit insgesamt 50.000 Bäumen. Damit setzen sie ein sichtbares Zeichen für ökologische und gesellschaftliche Verantwortung – direkt in den Regionen, in denen ihre Kundinnen und Kunden leben. Stefan Grunwald erklärt, warum Nachhaltigkeit für die Sparkassen weit mehr ist als ein Schlagwort, welche Rolle das Kompetenzzentrum „ProKlima Rheinland“ spielt und weshalb regionale Verantwortung, wirtschaftliches Handeln und Klimaschutz kein Widerspruch sind. Gemeinsam diskutieren Dieter Könnes und Stefan Grunwald darüber, warum ein „Sowohl-als-auch“ erfolgreicher ist als ein „Entweder-oder“, wie Solidarität vor Ort wirkt und weshalb konkrete Maßnahmen mehr bewegen als abstrakte Debatten. Außerdem geht es um das gemeinsame Ziel, eine Million Bäume in Nordrhein-Westfalen zu pflanzen – unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Schon vormerken: Am 16. September findet der große Schulaktionstag in Krefeld statt. Schulen, Unternehmen und Privatpersonen können sich beteiligen und gemeinsam neue Wälder für Nordrhein-Westfalen entstehen lassen. Jetzt informieren, mitmachen und Bäume spenden: www.nrw-pflanzt.de
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Dieter Könnes: Unsere Mitarbeitenden kommen aus der Region, sind hier oft zur Schule gegangen.
Speaker1: Dieses Thema Nachhaltigkeit hat ja so ein bisschen an Fahrt verloren.
Dieter Könnes: Und das gibt es in diesem Bündel so nicht.
Speaker1: Wie kriegen wir mehr Nachhaltigkeit in die Gesellschaft, in die Unternehmen?
Dieter Könnes: Dann ist das ein echter wirtschaftlicher Mehrwert.
Speaker1: Was ja für uns so etwas wie eine Initialzündung ist, jetzt erst recht richtig Gas zuverbrauchen.
Speaker1: Robin Gut mit Dieter Könners.
Speaker1: Der Robin Gut Podcast mit einer weiteren Folge.
Speaker1: Ich möchte fast sagen mit einer der wichtigsten Folgen, zumindest im Moment,
Speaker1: denn es ist eine besondere Folge, weil wir einen besonderen Grund haben,
Speaker1: um miteinander zu sprechen.
Speaker1: Und das mache ich nicht mit irgendjemandem, sondern bei mir ist Stefan Grunwald.
Speaker1: Und der ist der, ich habe es mir extra nochmal aufgeschrieben,
Speaker1: weil es wichtig ist und ist auch genauso heiß, der stellvertretende Landeshauptmann
Speaker1: des Rheinischen Sparkassen-Giroverbandes. Korrekt?
Dieter Könnes: Absolut korrekt.
Speaker1: Dann freue ich mich erstmal, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
Dieter Könnes: Ich freue mich, dass Sie mich besuchen.
Speaker1: Ja, wir sind nämlich hier in Krefeld und Krefeld ist auch Teil des NRW-Pflanzprojektes.
Speaker1: Wir haben allerdings einen ganz, ganz wichtigen Auftakt heute gemacht und zwar
Speaker1: in der Nachbarstadt am Niederrhein in Mönchengladbach.
Speaker1: NRW pflanzt, bevor wir, und wir sehen das Schild ja auch, Und wir wissen beide,
Speaker1: worüber wir heute auf jeden Fall auch noch reden wollen.
Speaker1: Aber bevor wir ins Detail gehen, Herr Grunwald, als Sie das erste Mal von dem
Speaker1: Projekt gehört haben und diesen Projektgedanken, was waren so Ihre ersten Gedanken,
Speaker1: die Ihnen durch den Kopf schossen?
Dieter Könnes: Ich fand, es war ein ganz spannendes Projekt oder es ist ein ganz spannendes
Dieter Könnes: Projekt, dass in NRW eine Million Bäume gepflanzt werden.
Dieter Könnes: Wir als Sparkassen in NRW rekrutieren hier unsere Mitarbeitenden,
Dieter Könnes: unsere Kundinnen und Kunden leben hier und hier eine Aktion durchzuführen,
Dieter Könnes: die unmittelbar auf die Menschen, die uns ausmachen, wirkt.
Dieter Könnes: Das hat uns begeistert und deswegen haben wir mitgemacht.
Speaker1: Und dieses haben wir mitgemacht, müssen wir jetzt erklären. Denn es ist ja jetzt
Speaker1: nicht nur ein Wir, dass wir jetzt sagen, Da ist jetzt die Sparkasse Krefe dran
Speaker1: beteiligt oder die Sparkasse in Mönchengladbach, sondern wir reden jetzt über
Speaker1: den Rheinischen Sparkassen-Giroverband.
Speaker1: Und das sind immerhin 27 in der Region. Jetzt muss man ja vielleicht dem Zuschauer
Speaker1: nochmal kurz erklären, dass die NRW-Landkarte in zwei Verbände aufgeteilt ist. Warum ist das so?
Dieter Könnes: Das ist historisch gewachsen. Westfalen und Rheinland. Bräuchten wir jetzt Zeit.
Dieter Könnes: Bräuchten wir jetzt Zeit. Aber
Dieter Könnes: wir sind die rheinischen Sparkassen mit 27 Sparkassen hier im Rheinland.
Dieter Könnes: Und wir haben uns unmittelbar entschieden, bei dem Projekt mitzumachen,
Dieter Könnes: weil es, wie gesagt, wunderbar zu uns passt.
Speaker1: Das heißt, wir erstrecken uns jetzt, glaube ich, so ein bisschen vom nördlichen
Speaker1: Niederrhein, Kleve, die Region. Oder wie weit nördlich können wir gehen? Helfen Sie mir.
Dieter Könnes: Kleve ist exakt die nördliche Kante.
Speaker1: Und dann geht es runter bis in den Kölner Süden. Genau. Bergisches Land.
Dieter Könnes: Bergisches Land, genau. Genau, Remscheid, Wuppertal, Solingen gehören dazu und
Dieter Könnes: bis an die Landesgrenzen nach Rheinland-Pfalz.
Speaker1: So, lassen wir die Katze auf den Sack, denn hier auf dem Schild steht es ja auch.
Speaker1: Wir reden über 50.000 Bäume, die alle 27 Sparkassen mit ihren Regionen bereit
Speaker1: sind zu spenden, um vor Ort ein sichtbares Zeichen zu setzen.
Speaker1: Eigentlich tun wir ja gemeinsam das, was die Sparkassen ohnehin schon seit Jahren
Speaker1: machen, Nämlich sich sozial auch in ihren Verbreitungsgebieten,
Speaker1: in ihren Städten und Gemeinschaft zu engagieren.
Dieter Könnes: So ist es. Wir sind kommunale Kreditinstitute. Wir haben einen öffentlichen
Dieter Könnes: Auftrag und wir sind lebendiger Teil des gesellschaftlichen Lebens und auch
Dieter Könnes: des Wirtschaftslebens in unserer Region.
Dieter Könnes: Unsere Mitarbeitenden kommen aus der Region, sind hier oft zur Schule gegangen,
Dieter Könnes: aufgewachsen, groß geworden, leben hier.
Dieter Könnes: Unsere Kunden leben hier, unsere Unternehmen produzieren hier,
Dieter Könnes: verkaufen ihre Produkte und da sind wir mittendrin statt nur dabei.
Dieter Könnes: Und wenn wir dann eine Aktion haben, die auf unseren Lebensraum positiv einzahlt,
Dieter Könnes: also mit den 50.000 Bäumen, die dazu beitragen werden, dass auch gerade in den
Dieter Könnes: Ballungsräumen die Luft besser wird,
Dieter Könnes: Regenerationsflächen eben halt erschlossen werden, dann ist das etwas,
Dieter Könnes: was zu den Sparkassen sehr, sehr gut passt und das überzeugt uns sehr.
Speaker1: Ja, es ist immer schön, wenn man bei solchen Projekten Schnittmengen hat,
Speaker1: also dass wir als Robinhood Stiftung mit Ihnen als Sparkasse eine Schnittmenge haben.
Speaker1: Und eine, glaube ich, besondere Schnittmenge ist, dass wir, und Sie haben es
Speaker1: gerade eigentlich auch schon gesagt, dass wir lokal vor Ort ein sichtbares Zeichen
Speaker1: setzen, in dem Fall für mehr Klimaschutz,
Speaker1: Warum ist das ein Punkt aus Ihrer Sicht, der extrem gut auch zu Ihrer Philosophie passt?
Dieter Könnes: Also zunächst mal glaube ich, dass wir die Menschen nur dann mitnehmen können
Dieter Könnes: für Naturschutz, für Klimaschutz, für Nachhaltigkeit ganz allgemein,
Dieter Könnes: wenn sie es auch vor Ort erleben können.
Dieter Könnes: Also so wichtig auch Klimaschutzmaßnahmen woanders sind, die Leute müssen es vor Ort erleben können.
Dieter Könnes: Und wenn bei uns Bäume gepflanzt werden, der Lebensraum attraktiver,
Dieter Könnes: besser wird, wir das ja auch kombinieren mit Schulen, also mit Kindern,
Dieter Könnes: da investieren wir ja auch in die Zukunft.
Dieter Könnes: Unserer Gesellschaft, dann glaube ich, erreichen wir die Menschen und dann sind
Dieter Könnes: wir auch für das Thema da. Und ich glaube, das verbindet uns sehr,
Dieter Könnes: dass wir hier gemeinsam vor Ort eben halt die Dinge nach vorne bringen wollen.
Speaker1: Jetzt haben Sie den zweiten wichtigen Punkt auch schon genannt,
Speaker1: nämlich, also der erste war das sichtbare Pflanzzeichen vor Ort zu setzen.
Speaker1: Sie haben völlig recht, natürlich wird es den Bäumen im Prinzip egal sein,
Speaker1: wo auf der Erde wir die jetzt pflanzen würden, aber es geht ja darum,
Speaker1: die Menschen hier vor Ort mitzunehmen.
Speaker1: Und das in Zeiten, Herr Gunnberg, wo wir ja alle merken,
Speaker1: Dieses Thema Nachhaltigkeit hat ja so ein bisschen an Fahrt verloren,
Speaker1: weil ja andere Dinge in den Vordergrund rücken. Und dabei vergessen wir vielleicht,
Speaker1: wie wichtig das Thema ist. Würden Sie dem zustimmen?
Dieter Könnes: Das ist so, dass eben die geopolitische Lage und auch unsere wirtschaftliche
Dieter Könnes: Lage in Deutschland und viele andere Rahmenbedingungen, die überlagern momentan
Dieter Könnes: für viele Menschen eben halt die Situation. Und damit ist das Thema etwas zurückgetreten.
Dieter Könnes: Aber es ist ja nicht an Bedeutung zurückgegangen.
Dieter Könnes: Nach vorne hin wird das Thema Klimaschutz an Bedeutung bleiben und gerade auch
Dieter Könnes: die kommenden Generationen werden hier sich mit beschäftigen müssen und auch
Dieter Könnes: direkt von Anfang an mit dabei sein müssen.
Dieter Könnes: Deswegen finde ich es auch gut, dass das Projekt sehr stark auch Kinder,
Dieter Könnes: Jugendliche mit einbeziehen, damit sie von Anfang an hier auch die Bedeutung
Dieter Könnes: und die Wichtigkeit mitnehmen.
Dieter Könnes: Und sie werden uns vielleicht auch, uns Ältere, ein bisschen treiben,
Dieter Könnes: dass wir da mitmachen, weil wir arbeiten ja für die Zukunft unserer Kinder.
Speaker1: Ja, Sie sagen gerade, Sie werden uns hoffentlich ein bisschen treiben.
Speaker1: Ich habe es salopp noch ein bisschen anders formuliert, dass Sie uns ja wirklich
Speaker1: mal auch in den Hintertreten und sagen, Leute, es ist ja auch unsere Generation,
Speaker1: die da nachrückt, die von diesem schönen Leben, was wir bisher vielleicht auch
Speaker1: so genießen konnten, auch was haben wollen.
Speaker1: Positive Klimamultiplikatoren, wie finden Sie das, wenn man junge Menschen genau
Speaker1: dazu ausbildet, im besten Sinne?
Dieter Könnes: Besser hätte ich es sich ausdrücken können. Wenn wir positive Klimamultiplikatoren
Dieter Könnes: haben, dann sind es Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren,
Dieter Könnes: die für eine gute Werteskala stehen und ich glaube, das können wir gut gebrauchen.
Speaker1: Jetzt ist es so, wir versuchen das als Robinhood Stiftung gemeinsam mit Ihnen
Speaker1: in dem Projekt umzusetzen, auch durchzusetzen, auch in die Köpfe der Leute zu
Speaker1: kriegen und das auch mit dem Engagement
Speaker1: aus der Gesellschaft, also Privatpersonen, die spenden, Unternehmen,
Speaker1: die wir dazu auch gleichzeitig mit aufrufen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.
Speaker1: Und das tun sie ja mit der Sparkasse schon ein bisschen länger,
Speaker1: was das Thema Nachhaltigkeit angeht. ProEcoRheinland, um mal nur ein Beispiel
Speaker1: zu nennen, ist etwas, was fest bei Ihnen verankert ist in der Sparkassenphilosophie.
Speaker1: Was fällt da drunter?
Dieter Könnes: Gut, Projekt Rheinland ist eben halt ein Projekt, in dem wir,
Dieter Könnes: oder ist eine Gesellschaft, in dem wir unsere Nachhaltigkeit eben halt konzentrieren
Dieter Könnes: oder Unterstützungsmaßnahmen für Nachhaltigkeit konzentrieren.
Dieter Könnes: Angefangen von der Energieberatung für Privatkunden, für Immobilienbesitzer,
Dieter Könnes: bis hin eben halt zur Unterstützung zur CO2-Messung für Firmenkunden.
Dieter Könnes: Und das ist ein echtes Kompetenzzentrum, was hier die 27 Sparkassen über die
Dieter Könnes: Gesellschaftsgründung entwickelt haben, was über alle Sparkassen den Kundinnen
Dieter Könnes: und Kunden zur Verfügung steht.
Dieter Könnes: Und das gibt es in diesem Bündel so nicht.
Dieter Könnes: Und damit, glaube ich, machen wir einen guten Fortschritt, um unsere Kunden zu bedienen.
Speaker1: Ist das etwas, was Sie können? Ist das etwas, was Sie wollen oder ist das etwas,
Speaker1: was Sie müssen, wenn Sie so arbeiten?
Dieter Könnes: Hier geht es ja nicht um entweder oder, sondern sowohl als auch.
Dieter Könnes: Das ist etwas, was wir können, weil wir erstmal die Reichweite in die Kundschaft
Dieter Könnes: haben, weil wir auch die Expertise haben.
Dieter Könnes: Wir selber sind ja auch über die Regulatorik ein Stück weit eingebunden.
Dieter Könnes: Wir selber müssen unseren CO2-Ausstoß messen. Wir müssen schauen,
Dieter Könnes: dass wir unsere Kreditportfolien eben halt überprüfen, weil wir das eben halt
Dieter Könnes: entsprechend melden müssen. Das heißt, wir haben hier Expertise,
Dieter Könnes: die wir auch unmittelbar einbringen können.
Dieter Könnes: Wir haben das Netzwerk, was wir hier auch einsetzen, zu Energieberatungen,
Dieter Könnes: die wir selber haben, aber zu denen wir eben halt auch Kontakte knüpfen können.
Dieter Könnes: Wir haben das Netzwerk zu den Tochter- oder zu den Schwestergesellschaften,
Dieter Könnes: die wir haben mit den Energieversorgern, die ja selbst auch Nachhaltigkeitsthemen
Dieter Könnes: bedienen, wie Wärmepumpen, wie Photovoltaik etc.
Dieter Könnes: Können wir hier bedienen. Wir haben Kooperationsnetzwerke zu unseren Verbundpartnern,
Dieter Könnes: wie der Provinzial der LBS, die in dem Bereich auch unterwegs sind.
Dieter Könnes: Das können wir alles zusammenbinden und hier in das Kompetenzzenter einbinden,
Dieter Könnes: wie kein zweiter vor Ort.
Dieter Könnes: Und insofern können wir das und wir wollen das natürlich auch tun,
Dieter Könnes: weil wir einen positiven Impact nicht nur für unsere Kundinnen und Kunden haben
Dieter Könnes: wollen, sondern weil wir auch einen echten Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit,
Dieter Könnes: Klimaschutz eben halt auch leisten wollen.
Speaker1: Das idealerweise mit positiven Anreizen, was aus meiner Sicht ein ganz wichtiger
Speaker1: Punkt ist, denn ganz oft geht es ja bei solchen Dingen, wie kriegen wir mehr
Speaker1: Nachhaltigkeit in die Gesellschaft, in die Unternehmen, eher über eine Verbotskultur, über
Speaker1: eine Gebotskultur, in dem Dinge auch eben vorgeschrieben werden,
Speaker1: Dinge, die vielleicht zum Teil dann auch aus Brüssel kommen,
Speaker1: weil die EU das vorschreibt.
Speaker1: Ich will auf folgenden Punkt hinaus, Stichwort Kreditvergabe,
Speaker1: beispielsweise im Baubereich.
Speaker1: Ist das etwas, wo Sie sagen, dass das eine Riesenchance wäre,
Speaker1: nicht nur für die Nachhaltigkeit, sondern generell,
Speaker1: wenn es hier mehr Anreize gäbe zu sagen, wenn du nachhaltig baust,
Speaker1: wenn die Wärmepumpe eingesetzt wird an Stelle andere Dinge, wenn du bestimmte
Speaker1: Dämmwerte einhältst, dass das
Speaker1: vielleicht auch bei der Kreditvergabe entsprechend berücksichtigt wird?
Dieter Könnes: Also zunächst mal, glaube ich, haben wir in den letzten Wochen,
Dieter Könnes: Monaten oder auch Jahren ja gemerkt, dass Energiekosten ganz,
Dieter Könnes: ganz wesentlich sind und auch wesentlich schwanken.
Dieter Könnes: Das heißt, jede Investition in Nachhaltigkeit, also in Energieeffizienz,
Dieter Könnes: ist erstmal etwas, was ja jedem zugute kommt.
Dieter Könnes: Also wenn ich unabhängig bin von Gas oder Öl und Strom, weil ich immer selber
Dieter Könnes: produziere oder eben eine Wärmepumpe einsetze, die hilft mir ja auch immer.
Dieter Könnes: Meine Eigenständigkeit zu halten. Das gilt für den Privatkunden in seiner Immobilie.
Dieter Könnes: Ich mache aber damit auch, wenn ich Vermieter bin, meine Immobilien attraktiver,
Dieter Könnes: weil ich weniger Nebenkosten umlegen muss.
Dieter Könnes: Das heißt, ich habe auch eine Attraktivität bei den Mietinteressenten und als
Dieter Könnes: Firma sind eben halt oft die Energiekosten maßgebliche Kostenfaktoren.
Dieter Könnes: Und wenn ich die reduzieren kann, indem ich halt investiert habe in innovative
Dieter Könnes: Konzepte, dann ist das ein echter wirtschaftlicher Mehrwert.
Dieter Könnes: Da bin ich ja noch gar nicht bei einem Förderprogramm. Da bin ich ja erstmal
Dieter Könnes: dabei zu sagen, das ist ja erstmal ökonomisch sinnvoll, das zu tun.
Dieter Könnes: Und das versuchen wir auch im Gespräch mit den Kunden zu platzieren und dann
Dieter Könnes: eben auch in die Investitionsentscheidungen mit einzubinden.
Dieter Könnes: Und obendrauf gibt es aber ja auch von der NRW-Bag beispielsweise eine ganze
Dieter Könnes: Reihe von interessanten Förderprogrammen, die ja nochmal das ganze Thema unterstützen,
Dieter Könnes: bis hin zu verlorenen Zuschüssen, also wo echt Geld geschenkt wird.
Dieter Könnes: Und das dann zusammenzubinden, das ist ein echter Impact für die Menschen nach vorne hin.
Speaker1: Ja, Sie haben jetzt gerade zum Paket gestrickt, haben aber vorher auch gesagt,
Speaker1: es ist ein ökonomischer Mehrwert, wenn man derartige Investitionen macht.
Speaker1: Jetzt haben wir ja bei der Nachhaltigkeit oder bei den Säulen der Nachhaltigkeit
Speaker1: drei Bereiche. Die soziale, die ökologische und die ökonomische.
Speaker1: Ist die ökonomische am Ende dann leider, ich sage jetzt mal gewusst und provokativ,
Speaker1: leider noch die treibende Kraft.
Dieter Könnes: Es ist auf jeden Fall eine nicht ganz unwesentliche Voraussetzung.
Dieter Könnes: Und wenn ich eben gerade in schwierigen wirtschaftlichen Situationen doch über
Dieter Könnes: einen ökonomischen Vorteil nochmal einen anderen Impact auf die Nachhaltigkeit
Dieter Könnes: bekomme, dann ist das doch erstmal ein ganz vernünftiger Ansatz, das auch umzusetzen.
Dieter Könnes: So, dass das Thema der sozialen Gerechtigkeit dabei auch ein wichtiger Punkt ist.
Dieter Könnes: Also wenn wir Ressourcen verschwenden, wenn wir, ich sage mal,
Dieter Könnes: die Zukunft eben halt belasten, dann ist das ja im weitesten Sinne sozial auch nicht gerecht.
Dieter Könnes: Also wir haben ja schon auch eine Verantwortung für die nachfolgenden Generationen
Dieter Könnes: und das müssen wir natürlich auch verbinden. Also insofern, ich finde,
Dieter Könnes: es ist gar kein Widerspruch und ich glaube, es ist auch erst mal egal,
Dieter Könnes: aus welcher Motivation ich damit beginne.
Dieter Könnes: In Summe bediene ich eigentlich immer alle drei Aspekte und das,
Dieter Könnes: glaube ich, sollte im Vorgrund stehen.
Speaker1: Und Sie haben es ja immer schon betont und das finde ich als Ansatz großartig,
Speaker1: dass wir ja viel zu oft leider in diesem Entweder-Oder diskutieren und weniger
Speaker1: in dem Sowohl-als-Auch. Und das ist ja der Punkt, den Sie auch gerade angesprochen haben.
Speaker1: Nachhaltigkeitsstiftungen bei den Rheinischen Sparkassen fallen mir jetzt zwei
Speaker1: an. Spontan in Duisburg, Essen ist, glaube ich, auch noch eine zweite. Krefeld auch.
Speaker1: Klar, also letzten Endes ist es eigentlich so, dass alle Sparkassen eine haben.
Dieter Könnes: Nein, es haben nicht alle Sparkassen eine Stiftung. Es gibt auch Sparkassen,
Dieter Könnes: die mehr oder weniger Stiftungen haben. Das ist auch immer von der eigenen Situation abhängig.
Dieter Könnes: Das ist aber auch gar nicht ganz entscheidend, weil die Sparkassen in Summe
Dieter Könnes: ja nicht nur über die Stiftungen sich engagieren, sondern ja auch über Spenden,
Dieter Könnes: Sponsoring aus dem unmittelbaren Umfeld.
Dieter Könnes: Teilweise ja auch über die Gewinnausstüttung an den Gemeinden,
Dieter Könnes: die auch wieder in solche Themen hineinfließende Zahlen steuern.
Dieter Könnes: Also in Summe ist das, was wir an Bürgerdividende zahlen in Nordrhein-Westfalen,
Dieter Könnes: wir haben rund 780 Millionen Euro als rheinische Sparkassen über diese Formate
Dieter Könnes: Steuern, Spenden, Sponsoring, Stiftungen etc. pp.
Dieter Könnes: In die Bürgerschaft gegeben und alleine rund 85 Millionen Euro sind unmittelbar
Dieter Könnes: über Spenden und Sponsoring an die Bürgerinnen und Bürger gegangen.
Dieter Könnes: Und ob das jetzt über eine Nachhaltigkeitsstiftung in Nachhaltigkeitsprojekte
Dieter Könnes: geht oder über andere Wege, das ist an der Stelle ja erstmal gleichbedeutend.
Dieter Könnes: Wichtig ist ja, dass wir dieses Engagement haben, dass es bei den Menschen ankommt
Dieter Könnes: und dass es auch in Nachhaltigkeit investiert wird.
Speaker1: Was bei unserer Zusammenarbeit und bei dem Projekt jetzt zum Tragen kommt,
Speaker1: ist ja eine weitere wichtige gesellschaftliche Eigenschaft, nämlich das Thema
Speaker1: Solidarität und Zusammenhalt.
Speaker1: Denn sie unterstützen uns, 50.000 Bäume, was ja für uns sowas wie eine Initialzündung
Speaker1: ist, jetzt erst recht richtig Gas zu geben.
Speaker1: Indem wir sagen, wir wollen die Unternehmen mit einbeziehen,
Speaker1: wir wollen die Menschen aus der Gesellschaft, aus der Stadt,
Speaker1: aus der jeweiligen Region mit einbeziehen, um daraus eben genau diese Kraft
Speaker1: und diese Welle zu erzeugen, dass so,
Speaker1: fast schon so ein Ruck durch die Gesellschaft geht.
Speaker1: Das ist ja dann letzten Endes auch auf Ihr Engagement zurückzuführen.
Speaker1: Ist das ein Teil der Verantwortung, die Sie im Selbstverständnis auch als Sparkasse da so sehen?
Dieter Könnes: Das ist ganz gewiss so. Wir sind ganz üblicherweise einer der großen Arbeitgeber
Dieter Könnes: in der Region. Wir sind einer derjenigen, die die meisten Ausbildungsplätze
Dieter Könnes: zur Verfügung stellt, weil wir ja in der Region auch unsere Geschäfte betreiben.
Dieter Könnes: Und insofern haben wir da auch natürlich eine Verantwortung zu übernehmen.
Dieter Könnes: Und da wollen wir auch mit positiven Beispielen vorangehen.
Dieter Könnes: Und da bin ich schon überzeugt, das wird uns gut gelingen.
Speaker1: Jetzt gibt es für den Herrn Gullmann eine Doppelfunktion heute in diesem Podcast.
Speaker1: Denn wir reden ja zum einen mit Ihnen als stellvertretenden Landesobmann für den Verband.
Speaker1: Aber Sie sind ja nun mal auch hier in Krefeld der Vorstandsvorsitzende.
Speaker1: So muss es nämlich lauten. Denn wir kommen ja auch nach Krefeld.
Speaker1: Das dauert allerdings noch ein bisschen.
Speaker1: Im September ist der große Schulaktionstag, zu dem wir Sie natürlich erst mal
Speaker1: recht herzlich einladen.
Speaker1: Wie wichtig ist den Krefeldern so aus ihrer Erfahrung heraus das Thema Nachhaltigkeit?
Dieter Könnes: Also zum einen ist die Sparkasse Krefeld ja nicht nur für Krefeld zuständig,
Dieter Könnes: sondern auch für den gesamten Kreis Viersen.
Speaker1: Wo wir jetzt sehr gut vertreten sind übrigens.
Dieter Könnes: Genau. Und auch für den südlichen Teil von Klever, also für Geldern und das
Dieter Könnes: Umfeld. Also insofern sind wir mehr als nur Krefeld.
Dieter Könnes: Und daran kann man schon erkennen, wir sind auf der einen Seite eben halt Großstadt
Dieter Könnes: mit industriell geprägt, wo natürlich auch das Thema Nachhaltigkeit wichtig
Dieter Könnes: ist, um auch hier in Regeneration zu kommen.
Dieter Könnes: Aber wir haben auch eine ländlich geprägte Region, wo wir natürlich auch viele
Dieter Könnes: Aspekte haben, die wir berücksichtigen können mit Landschaft etc. pp.
Dieter Könnes: Und insofern, wir haben zwei Nachhaltigkeitsstiftungen, sowohl für den Kreis
Dieter Könnes: als auch für die Stadt. Daran erkennen Sie, dass uns als Sparkasse und damit
Dieter Könnes: auch den Krefelderinnen und Krefeldern, aber auch den Menschen in den beiden
Dieter Könnes: Kreisen das Thema Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung sehr wichtig ist.
Speaker1: Ja, und da habe ich eigentlich schöne Nachrichten für Sie, denn wir sind überproportional gut vertreten.
Speaker1: Fast der gesamte Kreis Viersen beteiligt sich an unserem Projekt NRW Pflanzt,
Speaker1: im südlichen Teil vom Kreis Klebe. Da müssen wir noch ein bisschen nachlegen.
Speaker1: Krefeld ist auf jeden Fall mit dabei. Insofern, da sind wir toll vertreten.
Speaker1: Und wie gesagt, im September, ich glaube, ich muss gerade kurz nachdenken, das ist der 16.
Speaker1: September, jetzt fänden wir das Datum sogar ein, der Schulaktionstag,
Speaker1: wo wir zumindest hier für das Stadtgebiet von Krefeld ein sichtbares Zeichen
Speaker1: setzen wollen. Haben Sie schon mal Baum gepflanzt?
Dieter Könnes: Ich habe auch schon Bäume gepflanzt, ja, natürlich. Also wenn es bei mir in
Dieter Könnes: den Terminkalender passt, bin ich mit dabei. Pflanze für einen oder zwei.
Speaker1: Ich frage das deswegen, weil wir viele Kinder jetzt bei den ersten Pflanzstationen
Speaker1: dabei hatten, die das noch nicht hatten. Die dieses Erlebnis das erste Mal mit uns teilen konnten.
Speaker1: Und was wir später von den Schulen als Feedback bekommen haben,
Speaker1: war, dass das noch tagelang ein Gesprächsthema war.
Speaker1: Dass das den Kindern großartig Spaß gemacht hat. Und das ist ja mehr als nur
Speaker1: eine Symbolik, wenn die Kinder
Speaker1: den Baum pflanzen, von dem sie später mal ihren Enkeln erzählen können,
Speaker1: wenn sie da zufällig spazieren gehen, das ist vielleicht der Baum,
Speaker1: den ich gepflanzt habe. Was löst dieses Bild denn hinaus?
Dieter Könnes: Ich kann das nur nachvollziehen. Ich bin auf dem landwirtschaftlichen Betrieb
Dieter Könnes: groß geworden und wir hatten auch Waldflächen und wir haben regelmäßig natürlich
Dieter Könnes: Aufforstungsaktionen gemacht.
Dieter Könnes: Und da habe ich dann auch schon in der Kindheit Bäume gepflanzt.
Dieter Könnes: Und wenn ich dort heute spazieren gehe, dann verbinde ich natürlich auch den
Dieter Könnes: Spaziergang mit den Erlebnissen aus der Kindheit und das Trajekt.
Dieter Könnes: Und das kann man seinen eigenen Kindern erzählen und tragen.
Dieter Könnes: Und das ist etwas, was Generationen verbindet. Also insofern kann ich das nur
Dieter Könnes: unterstreichen, dass es gerade klug ist, mit den jungen Menschen anzufangen.
Dieter Könnes: Und ein Baum ist etwas, was man dann sehr gut mit in die Zukunft nehmen kann.
Speaker1: Und da haben wir mit der Robin Guth Stiftung jetzt einen nicht nur fantastischen
Speaker1: Partner gefunden mit dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband,
Speaker1: sondern auch den passenden Startschuss.
Speaker1: Das Projekt hat jetzt so richtig Fahrt aufgenommen. Wir haben 50.000 Bäume,
Speaker1: wo wir uns nochmal von Herzen bei Ihnen bedanken möchten, dass Sie uns diesen Start so ermöglichen.
Speaker1: Das ist ein sichtbares Zeichen und das hat vor allem auch eine Wirkung in Ihrem Verbreitungsgebiet.
Speaker1: Und ich kann Ihnen versprechen, wir müssen ja noch so ein paar Kommunen einfangen,
Speaker1: die wir noch nicht an Bord haben. Aber da sind wir jetzt dran und ich bin sehr,
Speaker1: sehr zuversichtlich, dass wir in allen 27 Sparkassenregionen vertreten sein werden.
Dieter Könnes: Da bin ich auch von überzeugt und den Dank nämlich gerne stellvertretend für
Dieter Könnes: die Vorstandskollegen mit entgegen, die sich alle dafür eingesetzt haben,
Dieter Könnes: dass wir das so zusammenbekommen und die werden alle dabei helfen,
Dieter Könnes: dass wir in der Region erfolgreich sein werden.
Speaker1: Da freuen wir uns sehr. Wir wissen, dass das in auch gerade diesen herausfordernden
Speaker1: Zeiten keine Selbstverständlichkeit ist.
Speaker1: Und umso freudiger sind wir gestimmt, dass wir das auch gemeinsam hinbekommen.
Speaker1: Also da bin ich sehr, sehr zuversichtlich. Und wir haben ja dieses große,
Speaker1: große Ziel mit unserem Ministerpräsidenten Henrik Wüst als Schirmherrn,
Speaker1: dass wir es vielleicht schaffen, in Nordrhein-Westfalen die Mühlenbäume mit
Speaker1: diesem Projekt zu erreichen.
Speaker1: Und wenn ich den heutigen Startschuss sehe, dann bin ich mir ziemlich sicher,
Speaker1: dass wir das auch schaffen.
Dieter Könnes: Ich auch. Sonst wären wir nicht mit dabei und wir setzen uns an die Spitze der
Dieter Könnes: Bewegung. Schauen wir mal, wo es hinläuft.
Speaker1: Stefan Gunwald, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
Speaker1: Vielen Dank für diese großartige Geste und Unterstützung. Und wir freuen uns
Speaker1: auf all das, was noch kommt. Und wann immer es was zu Pflanzen gibt,
Speaker1: hier in Kräfeld und Umgebung, Sie sind herzlich eingeladen.
Dieter Könnes: Kommen Sie vorbei.
Speaker1: Dankeschön.
Dieter Könnes: Gerne.