NRW pflanzt im Westkreis – Teil 1
Shownotes
Wie gelingt Klimaschutz, ohne Druck auszuüben? Warum ist Überzeugung oft wirkungsvoller als Verbote? In dieser Folge des ROBIN GUT Podcasts spricht Moderator Dieter Könnes mit Thomas Ricker, Bürgermeister der Gemeinde Niederkrüchten, über das Projekt NRW pflanzt, klimaresiliente Wälder und die Verantwortung unserer Generation gegenüber den kommenden Generationen. Mitten im Dreigemeindeeck von Niederkrüchten, Brüggen und Schwalmtal sprechen die beiden darüber, warum nachhaltiges Handeln in den Kommunen beginnt, weshalb jeder Baum zählt und wie Menschen gemeinsam für eine enkelfähige Zukunft aktiv werden können. Themen dieser Folge: * Warum Niederkrüchten Teil von NRW pflanzt ist * Klimaresiliente Wälder statt Monokulturen * Nachhaltigkeit in der kommunalen Verwaltung * Menschen überzeugen statt Druck ausüben * Warum jeder Baum ein Zeichen für die Zukunft ist * Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe * Wie Bürger, Schulen und Unternehmen gemeinsam aktiv werden können. Jetzt mitmachen! Ob als Privatperson, Schule, Verein oder Unternehmen – jeder Beitrag hilft dabei, unsere Heimat nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten. Mehr Informationen: www.robin-gut.org. Abonniere den ROBIN GUT Podcast für weitere Gespräche über Nachhaltigkeit, Klimaschutz, gesellschaftliches Engagement und inspirierende Persönlichkeiten aus NRW.
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Dieter Könnes: Wir haben verzehrt, um uns Gedanken darüber zu machen, was die nachfolgenden
Dieter Könnes: Generationen daraus machen. Ich möchte keinen überzeugen, sondern ich gebe mein
Dieter Könnes: Wissen weiter, weil wenn ich es weitergebe, dann kann sich jeder selber entscheiden,
Dieter Könnes: ob er sich davon überzeugen lässt oder nicht.
Dieter Könnes: Ich glaube, der Druck an der Sache, das ist das Wichtigste daran.
Dieter Könnes: Man darf keinen Druck ausüben, sondern Überzeugung.
Dieter Könnes: Man muss die Leute mitnehmen. Durch eure Aktion mit dem konkreten Vorhaben zu
Dieter Könnes: pflanzen, das Ganze mit System zu versehen, die Menschen mitzunehmen,
Dieter Könnes: kommt genau diese Überzeugungsarbeit ohne Druck.
Dieter Könnes: Wir stehen mit allen drei Bürgermeistern dahinter und eben ist schon von meinen
Dieter Könnes: Kollegen gesagt worden,
Dieter Könnes: dadurch, dass wir für 50.000 Menschen sprechen in den drei Kommunen,
Dieter Könnes: geben wir dem Ganzen ein Gewicht und möchten gerne diejenigen,
Dieter Könnes: die bisher nicht überzeugt waren, die Möglichkeit geben, macht doch einfach mit.
Gast: Robin Guth mit Dieter Könnes.
Gast: Thomas Ritter, Bürgermeister von Niedergrüchten. Thomas, als erstes muss ich
Gast: mich für deine Geduld bedanken.
Gast: Das ist jetzt ein kleiner Schmunzler, Freunde. Denn wer jetzt den Podcast bei
Gast: uns schon was länger verfolgt, denkt sich, sitzt der Könnes eigentlich jetzt
Gast: immer auf der gleichen Bank mit den Bürgermeistern rum. Sollen wir es eben kurz auflösen?
Dieter Könnes: Ja.
Gast: Also, wir haben hier einen gemeinsamen Auftaktpflanztermin gemacht mit allen
Gast: drei Bürgermeistern aus dem Westkreis.
Gast: Wir haben nicht geknobelt, sondern die haben sich untereinander geeinigt,
Gast: wer in welcher Reihenfolge sitzt. Und Thomas, du warst so nett zu sagen,
Gast: okay, dann lass die anderen beiden mal.
Gast: Du hast deine Termine verschoben und deswegen möchte ich erstmal herzlichen
Gast: Dank sagen. Ich weiß, der Kalender ist rappevoll. Also erstmal vielen Dank für deine Zeit.
Dieter Könnes: Gerne. Die habe ich mir auch wirklich, wirklich gerne genommen,
Dieter Könnes: weil ich finde, dieser Ort, der ist ein Auftakt für eine ganz tolle Sache.
Gast: So, und darüber lass uns gerne sprechen. keine Zeit verschwenden.
Gast: Wir sitzen hier im Gemeindedreieck, also mittlerweile dürfte das jedem,
Gast: der das Projekt vielleicht schon im Westkreis kennt, bekannt sein.
Gast: Wir können es aber gerne noch mal sagen, ich glaube aus Brüggner Sicht müssten
Gast: wir in die Richtung gucken, Niederküchen ist glaube ich da über die Schulter.
Gast: Es gibt auch Drohnenaufnahmen dazu, die haben wir ja auch gemacht für das Auftakt Pflanzen hier.
Gast: Was bedeutet dir das Projekt?
Dieter Könnes: Am Anfang haben wir überlegt, wo wir uns treffen und von Anfang an haben wir
Dieter Könnes: gesagt, wir machen das als Westkreis und dann treffen wir uns hier.
Dieter Könnes: Und da ist auch gleichzeitig die Idee mit verbunden, dass alle drei Kommunen
Dieter Könnes: über ihre Bürgermeister, die motivierend in die Bevölkerung reingehen,
Dieter Könnes: ihre Bevölkerung ansprechen,
Dieter Könnes: bei den Schulen angefangen, über die Bürgerinnen und Bürger,
Dieter Könnes: über die Unternehmerschaft sich daran zu beteiligen.
Dieter Könnes: Und ich finde es einfach nur wahnsinnig toll.
Dieter Könnes: Ich habe mir eben überlegt, ich rede über diese Pflanz-Challenge,
Dieter Könnes: die vor kurzem ja mal so ein bisschen bei YouTube und in den sozialen Medien war.
Dieter Könnes: Da wurde aber nur ein Baum gepflanzt und ihr macht viel mehr.
Dieter Könnes: Und ich denke immer gerne, nee, nicht gerne, sondern ich denke daran zurück,
Dieter Könnes: es ist nicht gerne, sondern ich denke daran zurück, dass wir früher ja mal mit
Dieter Könnes: dem sauren Regen zu tun hatten und diese schlimmen heißen Sommer hatten für den Wald.
Dieter Könnes: Da ist viel kaputt gegangen Und ihr von Robert Gutz legt da einen nach,
Dieter Könnes: ihr arbeitet dagegen und das finde ich absolut unterstützenswert.
Gast: Ja, das sind klimaresiliente Mischwälder, die wir aufbauen. Ich habe das auch
Gast: schon ein bisschen lernen müssen.
Gast: Und mittlerweile sind wir da, glaube ich, ganz gut unterwegs,
Gast: dass wir als Mensch eine ganze Menge verbockt haben und gleichzeitig mit dem
Gast: Projekt eben versuchen, auch wiederum eine ganze Menge zurückzugeben.
Gast: Und wenn du jetzt mal aus deiner Situation heraus als Bürgermeister von Niederkrüchten
Gast: für Amtskolleginnen oder Kollegen sprechen würdest, die gerade so überlegen,
Gast: Mensch, ich habe von dem Projekt gehört, was sind Gründe für dich da mitzumachen?
Dieter Könnes: Gründe sind für mich, dass man
Dieter Könnes: den Solidargedanken in der Gemeinde klar nach vorne schiebt.
Dieter Könnes: Nicht den Leuten ist egal, wo die wohnen, sondern die identifizieren sich mit
Dieter Könnes: ihrer Gemeinde, in dem sie da mitmachen, weil sie da eben viele gleichdenkende
Dieter Könnes: Menschen finden und man sich auch mal Gedanken darüber macht, warum macht man das?
Dieter Könnes: Man macht jetzt etwas, wo man vielleicht nur einen kleinen Baum pflanzt, aber der später,
Dieter Könnes: wenn die Kinder oder wenn die Enkel sich diesen Wald angucken,
Dieter Könnes: wir sehen im Hintergrund viele Bäume, große ausgewachsene Bäume sind,
Dieter Könnes: die, wir sehen das, wirklich jeden Tag Schatten spenden im Sommer und auch
Dieter Könnes: unsere Luft entsprechend bereichern.
Gast: Genau, jetzt hast du im Prinzip schon ein bisschen was aus unserem Vortrag,
Gast: den wir ja gerne in den Schulen halten.
Gast: Nicht vorweggenommen, es ist ja jetzt Quatsch, aber man sieht,
Gast: du hast dich mit dem Thema beschäftigt und es ist ja auch,
Gast: denke ich mal, in Niederkrüchten, weil den Menschen bei unserem Projekt ist
Gast: es durchaus wichtig, dass es eben lokal passiert, dass wir die Bäume nicht einfach
Gast: irgendwo pflanzen, idealerweise, wenn sie schon gespendet werden,
Gast: vor der Haustür. Und das schaffen wir ja hier gemeinsam.
Dieter Könnes: Ja, wir haben vor allen Dingen im Bereich des Grenzwaldes auch Flächen,
Dieter Könnes: wo wir, ich sagte es eben schon, wo wir in den letzten Jahren natürlich durch
Dieter Könnes: die Trockenheit auch Baumausfälle zu verzeichnen haben.
Dieter Könnes: Und wir müssen uns auch von der Sortenvielfalt umstellen. Eben,
Dieter Könnes: du sagst, das ist klimaresistent, klimaresilient.
Dieter Könnes: Wir müssen das ja auch lernen. Mit diesen Monokulturen kamen wir nicht mehr weiter.
Dieter Könnes: Und wir möchten jetzt einfach Wälder schaffen, die auch mal einen heißen Sommer
Dieter Könnes: aushalten, wo wir auch nachhaltig was von haben.
Dieter Könnes: Und das finde ich einfach total klasse, dass ihr das macht und wir das mit unterstützen dürfen.
Gast: Ja, den Grenzwald, den kenne ich übrigens noch ganz gut, liebe Leute.
Gast: Als Zivildienstleistender vom Naturpark Schwalm Nette habe ich im Grenzwald
Gast: damals auch viele Bäume, nicht
Gast: nur zum Teil wieder neu aufgeforstet und gepflanzt, sondern auch gefällt.
Gast: Viele Kiefern, wo man ja auch so denkt, Stichwort Monokulturen.
Gast: Und genau dagegen wollen wir ja jetzt arbeiten bzw.
Gast: Auch zeigen, dass es zukünftig anders geht.
Gast: Nehmen wir die Menschen mit, ihr in Niederküchten, du jetzt mal aus Verwaltungssicht,
Gast: wo seid ihr da schon in Sachen Nachhaltigkeit aufgestellt?
Gast: Klimamanager, ist das etwas, was ihr euch schon geleistet habt oder leisten könnt?
Dieter Könnes: Ja, unsere Klimamanagerin, die war auch heute hier und wir haben das schon vor
Dieter Könnes: einigen Jahren gemacht, weil man festgestellt hat, das wird natürlich zwischen
Dieter Könnes: Verwaltung und Politik abgestimmt, dass man eigentlich ganz unten anfängt.
Dieter Könnes: Ich nehme nur mal ein Beispiel.
Dieter Könnes: Früher, wir kennen das alle noch, du hast bestimmt auch früher mal eine Pommes
Dieter Könnes: gegessen, wo du deine Sachen hattest, also dein Geschirr, es war kein Geschirr,
Dieter Könnes: sondern es war Einweggeschirr, das hast du nach dem Verzehr weggeschmissen.
Dieter Könnes: Wir haben das so, dass wir bei den etwas größeren Veranstaltungen Mehrweggeschirr
Dieter Könnes: haben oder dass wir alle verpflichten, natürlich auch selber als Kommune da
Dieter Könnes: vorweg gehen und sagen, wir nehmen kompostierbare Sachen,
Dieter Könnes: die man zu 100 Prozent später in der braunen Tonne recyceln kann oder zumindest,
Dieter Könnes: dass man eine Zertifizierung hat und dass man sie speziell ganz einfach entsorgen kann.
Gast: Also schlicht und ergreifend auch aus Verbeitungssicht Fakten schaffen,
Gast: indem man mit gutem Beispiel vorangeht. Wie wichtig ist das?
Dieter Könnes: Ja, das war jetzt nur ein Einstiegsbeispiel. Das setzt sich natürlich fort.
Dieter Könnes: Auch wir, wenn wir pflanzen innerhalb der urbanen Bereiche, also in den Gemeindeortsteilen,
Dieter Könnes: dann stellen wir fest, dass wir eben nicht mehr diese normalen Bäume pflanzen.
Dieter Könnes: Auch das wird da klimaresistenter und dass wir bei allen Dingen,
Dieter Könnes: die wir machen, darauf achten, dass wir entsiegeln, wo wir entsiegeln können
Dieter Könnes: und wo wir Produkte nutzen, die ortsnah sind und die wir nicht von irgendwoher
Dieter Könnes: importieren, nur weil es toll ist oder exotisch ist.
Dieter Könnes: Das fängt im Kleinen an, setzt sich immer weiter fort und wichtig ist eigentlich
Dieter Könnes: bei allen gemeinlichen Entscheidungen, ich glaube das ist der entscheidende
Dieter Könnes: Satz, bei allen gemeinlichen Entscheidungen die Klimaschutzmanagerin drauf gucken zu lassen.
Dieter Könnes: Weil wenn man da nicht jeden Tag mit zu tun hat, dann macht man auch Fehler
Dieter Könnes: und wir versuchen diese Fehler zu minimieren.
Gast: Braucht ihr dafür viel Überzeugungsarbeit, weil das Thema so ein bisschen nicht
Gast: nur gefühlt, sondern auch tatsächlich so aus dem Blickwinkel gerutscht ist?
Dieter Könnes: Ich glaube es nicht. Früher, wenn du mich vor fünf oder sieben,
Dieter Könnes: vielleicht zehn Jahren gefragt hättest, dann vielleicht ja. Aber mittlerweile
Dieter Könnes: ist der Klimawandel bei jedem Bürger, bei jeder Bürgerin angekommen.
Dieter Könnes: Und wenn wir dann das öffentlich auch proklamieren, warum wir das machen,
Dieter Könnes: dann finden wir eigentlich nicht eigentlich.
Dieter Könnes: Wir finden immer Zustimmung, dass da vielleicht mal jemand ist,
Dieter Könnes: der es hinterfragt, weil manche Klimaschutzmaßnahme, manche Nachhaltigkeitsentscheidung,
Dieter Könnes: die kostet ein bisschen mehr Geld, als wenn wir es herkömmlich gemacht hätten.
Dieter Könnes: Aber sie lohnt sich. Sie lohnt sich deswegen, weil wir auch mit jeder einzelnen
Dieter Könnes: Maßnahme, glaube ich, etwas, ein Signal in die Bevölkerung reingeben.
Gast: Tatsache ist ja, dass so wie wir mit dem Planeten bislang umgegangen sind,
Gast: um es mal ganz allgemein zu sagen, ist es ja so eine Art von Raubbau.
Gast: Wir entnehmen Rohstoffe, wir machen uns wenig Gedanken darüber,
Gast: wie das morgen und übermorgen aussieht.
Gast: Um in unserer Sprache zu bleiben, wir setzen oder haben bisher sehr wenige enkelfähige Zeichen gesetzt.
Dieter Könnes: Stimmt. Wir haben verzehrt, ohne uns Gedanken darüber zu machen,
Dieter Könnes: was die nachfolgenden Generationen daraus machen.
Gast: Auch wir in unserer Generation. Wir sind im Wohlstand groß geworden.
Gast: Wir haben den Wohlstand auch so mitgenommen. Aber Zeiten haben sich ja ganz
Gast: offensichtlich geändert.
Dieter Könnes: Die haben sich geändert. Ich konnte mir ehrlicherweise vor 15 Jahren nicht vorstellen,
Dieter Könnes: ein Elektroauto zu fahren.
Dieter Könnes: Heute habe ich das große Glück, dass ich eins fahren darf. Und das darf man dir mal sagen.
Dieter Könnes: Ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Ich glaube, das ist ein Bereich,
Dieter Könnes: wo wir gelernt haben, dass wir unsere Ressourcen einfach anders nutzen müssen.
Dieter Könnes: Und möchte dadurch jetzt keinem zu nahe treten, den Verbrenner fährt,
Dieter Könnes: um Gottes Willen. Aber es zeigt eigentlich, es geht auch anders.
Dieter Könnes: Und wenn wir das in den Kommunen leben und wenn wir uns Fachleute,
Dieter Könnes: und die haben wir bei uns, an den Tisch holen, dann kriegen wir auch eine tatsächliche
Dieter Könnes: Umsetzung, nämlich viel PS haben und die nicht auf die Bahn zu kriegen.
Dieter Könnes: Das ist, glaube ich, das, da scheitert es oftmals dran.
Gast: Ja, ich finde, du hast gerade ein schönes Feld aufgemacht, nämlich Elektro und Verbrenner.
Gast: Und ich will jetzt auf einen ganz bestimmten Punkt hinaus, Thomas,
Gast: denn das ist ja eine Glaubensfrage für viele Menschen.
Gast: Also die einen sagen entweder nur Elektro und die anderen sagen entweder nur
Gast: Verbrenner. Und damit sind wir bei einem, glaube ich, großen,
Gast: nicht nur gesellschaftlichen, sondern auch bei einem großen politischen Problem.
Gast: Wir diskutieren fast ausschließlich nur noch in so Polen.
Gast: Wir diskutieren nur noch in richtig und falsch, in oben und unten,
Gast: in schwarz und weiß, in entweder oder.
Gast: Aber immer weniger im Sowohl-als-auch. Ist uns das verloren gegangen?
Gast: Also ich bin ganz klar der Meinung, ja. Und deswegen versuchen wir mit Robin
Gast: Gut auch auf unsere kleine Art und Weise mit den Baumpflanzaktionen das ein
Gast: bisschen aufzubrechen.
Dieter Könnes: Ja, das ist eine echt interessante Frage. Ich stelle das auch mal wieder fest.
Dieter Könnes: Das ist ähnlich wie mit dem Grill, mit dem Gasgrill und mit dem Holzkohlegrill.
Dieter Könnes: Das lässt sich übertragen.
Dieter Könnes: Also ich glaube, es gibt da kein richtig und kein falsch. Jeder darf mal was
Dieter Könnes: ausprobieren, was Neues.
Dieter Könnes: Das heißt, wenn ich jetzt 35 Jahre lang mit dem normalen Verbrennungsauto gefahren
Dieter Könnes: bin und leiste mir jetzt mal einen Elektrowagen und stelle fest,
Dieter Könnes: ich komme damit genauso zum Ziel,
Dieter Könnes: meine Emissionen gehen aber natürlich deutlich damit nach unten,
Dieter Könnes: dann glaube ich, ist das eine tolle Erfahrung, die man gemacht hat.
Dieter Könnes: Und jetzt kommt es. Ich möchte keinen überzeugen, sondern ich gebe mein Wissen
Dieter Könnes: weiter, weil wenn ich es weitergebe, dann kann sich jeder selber entscheiden,
Dieter Könnes: ob er sich davon überzeugen lässt oder nicht.
Dieter Könnes: Ich glaube, der Druck an der Sache, das ist das Wichtigste daran.
Dieter Könnes: Man darf keinen Druck ausüben, sondern Überzeugung. Man muss die Leute mitnehmen.
Gast: Ja, das ist überragend, weil das ist genau das, was wir auch versuchen mit Romy
Gast: Gut, Leute mitnehmen, also im positiven Sinne nicht,
Gast: zu überreden, sondern eben tatsächlich zu überzeugen, sagen,
Gast: pass mal auf, wir glauben, dass das ganz cool ist, wenn wir jetzt hier Bäume
Gast: pflanzen, wenn wir jung und alt dabei mitnehmen.
Gast: Wir wollen keinen bekehren. Wir akzeptieren natürlich auch Meinungen von anderen,
Gast: die das vielleicht kritischer oder vielleicht sogar auch anders sehen.
Gast: Und trotzdem bleibt am Ende ein Kerngedanke stehen, Thomas, nämlich.
Gast: Bei aller Kritik mal was machen, also mal was umsetzen und nicht einfach immer
Gast: nur dastehen, meckern und es vielleicht sogar besser wissen,
Gast: sondern einfach mal in die Handlung kommen und idealerweise die jungen Menschen dabei mitnehmen.
Dieter Könnes: Das ist, glaube ich, das, was wir alle kennen von Gesprächen im Freundeskreis,
Dieter Könnes: im kollegialen Umfeld, dass man sagt, die müssten mal machen. Wer sind denn die?
Dieter Könnes: Die sind wir im Grunde nach. Es heißt also, durch eure Aktion mit dem konkreten
Dieter Könnes: Vorhaben zu pflanzen, das Ganze mit System zu versehen, die Menschen mitzunehmen,
Dieter Könnes: kommt genau diese Überzeugungsarbeit ohne Druck.
Dieter Könnes: Mich muss das so auch nicht überzeugen, sondern ihr habt etwas vermittelt,
Dieter Könnes: was mir sehr schnell klargemacht hat. Das ist einer der ganz wenigen wirklichen
Dieter Könnes: Aktionen, die neutral sind, die ohne Druck funktionieren, die Leute mitnehmen.
Dieter Könnes: Und jeder kann so viel tun, das ist alles Wichtigste daran. Jeder kann so viel
Dieter Könnes: tun, reingeben in die Waagschale, wie er geben kann. Das ist eigentlich,
Dieter Könnes: glaube ich, das Wichtigste daran.
Gast: Ja, und trotzdem, liebe Leute, bei aller Positivität, es braucht ja,
Gast: und das sage ich jetzt auch mal stellvertretend, Thomas, nicht nur für dich
Gast: als Person, als Bürgermeister, sondern auch für viele andere, die hier mitmachen.
Gast: Es braucht immer Menschen, die sagen, ich stelle das jetzt alles hier gar nicht
Gast: groß in Frage, sondern ich mache jetzt einfach mal mit. Und ja,
Gast: klar, es kommt Arbeit auf uns zu. Und ja, klar, wir müssen trotzdem neben all
Gast: den ganzen anderen Dingen noch eine Menge Sachen regeln.
Gast: Aber wir machen jetzt einfach mal mit, weil es eine gute Sache ist.
Gast: Also ich möchte jetzt erst mal Danke sagen, dass du das machst und ihr das macht.
Gast: Kannst du auf der anderen Seite verstehen, dass denen dafür die Motivation fehlt?
Gast: Hast du dafür Verständnis?
Dieter Könnes: Ach, was heißt Verständnis? Es ist vielleicht auch, viele Leute haben eine andere
Dieter Könnes: Schwerpunktsetzung im Leben gefunden.
Dieter Könnes: Ich habe durch meinen Job nochmal deutlicher erkannt, vorher habe ich das auch
Dieter Könnes: schon gesehen, aber ich habe nochmal deutlicher erkannt, dass man letztlich
Dieter Könnes: innerhalb einer Kommune als Bürgermeister derjenige sein kann.
Dieter Könnes: Der als Vorreiter fungiert und der andere Leute mitnimmt.
Dieter Könnes: Weil nicht, dass die Leute auf mich hören müssen, um Gottes Willen,
Dieter Könnes: aber ich kann zumindest darauf aufmerksam machen und man kann sagen,
Dieter Könnes: dass man dahinter steht.
Dieter Könnes: Und jetzt komme ich nochmal darauf zurück, Westkreis, wir stehen mit allen drei
Dieter Könnes: Bürgermeistern dahinter und eben ist schon von meinen Kollegen gesagt worden,
Dieter Könnes: dadurch, dass wir für 50.000 Menschen sprechen in den drei Kommunen,
Dieter Könnes: geben wir dem Ganzen ein Gewicht und möchten gerne diejenigen,
Dieter Könnes: die bisher nicht überzeugt waren, die Möglichkeit geben, mach doch einfach mit.
Gast: Trotzdem bleibt es ein lokales Projekt. Thomas hat gerade von 50.000 Menschen
Gast: im Westkreis gesprochen.
Gast: Und jeder der drei Bürgermeister im Westkreis hat natürlich die Möglichkeit,
Gast: sich an seine Gemeinde zu wenden. So, lieber Thomas, jetzt kommt dein großer
Gast: Auftritt und jetzt kommen deine 30 bis 45 Sekunden.
Gast: Hier über meine Schulter ist genau deine Kamera. Das heißt, du kannst dich an
Gast: die Menschen in deiner Gemeinde direkt wenden und für das Projekt werben,
Gast: in der Hoffnung, dass du möglichst viele Ohren und Herzen erreichst.
Dieter Könnes: Ach prima, vielen Dank für die Möglichkeit. Ja, meine lieben Niederkrichtenerinnen
Dieter Könnes: und Niederkrichtener, Sie fahren, ihr fahrt mit Sicherheit genauso wie ich in
Dieter Könnes: den Sommermonaten mit dem Fahrrad durch den Grenzwald und nimmt diese schöne Natur jeden Tag wahr.
Dieter Könnes: War. Und ihr seht bestimmt an der einen oder anderen Stelle,
Dieter Könnes: da fehlen noch ein paar Bäume. Von daher, wer Lust hat, der kann sich gerne
Dieter Könnes: hier mit einbringen. Ich werbe dafür.
Dieter Könnes: Wenn Fragen sind, sprechen Sie mich an. Sie finden mich im Rathaus.
Dieter Könnes: Wählen Sie die Homepage von Robin Good. Da erfahren Sie viel über die Stiftung.
Dieter Könnes: Da steckt nichts Kommerzielles hinter, sondern da steckt was ganz Tolles hinter.
Dieter Könnes: Nämlich, wir kriegen wirklich die PS, die wir im Kopf haben,
Dieter Könnes: kriegen wir auf die Bahn.
Dieter Könnes: Und wenn Sie sich beteiligen, werden wir immer mehr. Und wir bekommen in Niederküchten,
Dieter Könnes: was eh schon grün ist, wo wir wohnen, wo andere Urlaub machen wollen,
Dieter Könnes: da kriegen wir noch mehr Wald und wir tun was richtig Gutes. Vielen lieben Dank.
Gast: Tja, ich hätte es nicht besser sagen können, aber so funktioniert es ja mal.
Gast: Unter nrwpflanz.de gibt es noch mehr Infos zum Projekt. Und ja,
Gast: wenn euch das ganze Thema interessiert, ihr könnt den Podcast grundsätzlich
Gast: natürlich sehr gerne kommentieren.
Gast: Wir haben gesagt, wir sind ein offenes Projekt und immer dann,
Gast: wenn man zu dem einen oder anderen Stellung nehmen will, dann kann man das natürlich gerne machen.
Gast: Also liken, kommentieren und im Idealfall auch gerne den Podcast an andere weiterschicken.
Gast: Denn so kriegen wir das ein oder andere Bäumchen dann noch mal dazu.
Gast: Eine grüne Ecke, in der wir hier sitzen, lieber Thomas, was wir jetzt als Gespräch
Gast: zum Abschluss bringen wollen, verbunden mit dem Gedanken, dass hier noch mehr
Gast: Bäume und es noch schöner wird, dazu bekommen.
Gast: Ich kann nur sagen, auf ein tolles Projekt, auf eine tolle Zusammenarbeit.
Dieter Könnes: Ich freue mich drauf. Ich auch, vielen Dank, Dieter.