NRW pflanzt in Viersen – Warum die Zukunft in den Händen der jungen Generation liegt
Shownotes
Was bewegt Jugendliche heute wirklich? Wie blicken sie auf Klimawandel, Nachhaltigkeit und ihre eigene Zukunft? In dieser besonderen Folge des ROBIN GUT Podcasts spricht Moderator Dieter Könnes mit Theo von Vlodrop, 14 Jahre alt und Schülervertreter am Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen. Theo erzählt, warum Engagement schon in jungen Jahren wichtig ist, wie seine Schule Nachhaltigkeit lebt und weshalb Projekte wie NRW pflanzt jungen Menschen Hoffnung und Zuversicht geben. Ein inspirierendes Gespräch über Verantwortung, Zukunft und den Mut, einfach anzufangen. Themen dieser Folge: * Warum sich Jugendliche schon heute engagieren sollten, * Schule der Zukunft – Nachhaltigkeit im Schulalltag,* Wie junge Menschen Veränderungen anstoßen können, * Warum jeder Baum ein Zeichen für Hoffnung ist * Die Bedeutung von persönlichem Engagement * Zukunftsängste und Zuversicht * Wie Schülerinnen und Schüler Unternehmen für den Klimaschutz begeistern. Jetzt mitmachen! Jeder Baum zählt. Ob als Privatperson, Verein, Schule oder Unternehmen – gemeinsam schaffen wir eine lebenswerte Zukunft. Mehr Informationen: www.robin-gut.org. Folge dem ROBIN GUT Podcast für weitere Gespräche rund um Nachhaltigkeit, Umwelt, Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement.
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Dieter Könnes: Ich finde, das ist super wichtig, weil wir dadurch unsere Zukunft sehen und
Dieter Könnes: auch ein Stück weit natürlich mitformen.
Dieter Könnes: Und so macht es einfach deutlich mehr Freude.
Dieter Könnes: Weil es braucht ja jemanden, der anfängt, damit es dann am Ende richtig groß
Dieter Könnes: und zu einem Erfolg wird.
Dieter Könnes: Und wenn dann zwei oder drei Leute sagen, da habe ich richtig Lust drauf,
Dieter Könnes: das kann ich mal anfangen, dann ist das ja schon mal eine supergute Grundlage.
Dieter Könnes: Gerade im Angesicht von Klima, eventuell Kriege und Konflikte auf der Welt,
Dieter Könnes: die jetzt immer weiter zunehmen.
Dieter Könnes: ist dieses Körnchen Zuversicht irgendwie immer schwerer zu finden für die Zukunft.
Dieter Könnes: Aber das kann man ja durch solche Projekte dann deutlich besser suchen und dann finden.
Gast: Robin Gut mit Dieter Könnes. Eine neue Robin Gut Podcast Folge.
Gast: Und ich freue mich, dass ich heute einen besonderen Gast habe, den Theo.
Gast: Theo geht in die 8c am Erasmus von Rotterdam Gymnasium in Viersen.
Gast: Jetzt habe ich das meiste schon verraten, Theo, allerdings noch nicht, wie alt du bist.
Dieter Könnes: Ich bin 14 Jahre alt.
Gast: 14 Jahre alt. 8c, habe ich schon gesagt. Gehst du gerne zur Schule?
Dieter Könnes: Auf jeden Fall. Bei unserer Schule macht das natürlich noch mehr Spaß.
Dieter Könnes: Weil wir den Schulalltag eben auch sehr im Bereich der Robin-Guth-Stiftung gestalten.
Dieter Könnes: Wir haben viele verschiedene Angebote, wo wir uns als Schüler engagieren können.
Dieter Könnes: Unter anderem die Togo AG und alles Mögliche, wo es einfach die Möglichkeit
Dieter Könnes: gibt, dass man über den Schulalltag hinaus auch noch deutlich mehr machen kann,
Dieter Könnes: als nur Mathe oder Deutsch.
Gast: Warum ist ja das wichtig?
Dieter Könnes: Weil man kriegt dadurch das Gefühl, dass man natürlich was bewirkt und es gestaltet
Dieter Könnes: den Tag einfach viel bunter und es schmückt es aus.
Gast: Okay, jetzt, wie viel seid ihr in der Klasse?
Dieter Könnes: In meiner Klasse sind wir 26.
Gast: Okay, was würdest du sagen, so mal Hand aufs Herz, wie viele von dir gibt es
Gast: noch mehr in der Klasse, also die Bock haben, was zu tun, die sich ein bisschen
Gast: mehr engagieren wollen?
Dieter Könnes: Ich würde sagen, bestimmt so fünf bis sechs Leute.
Gast: Okay, könnte auch mehr sein, oder?
Dieter Könnes: Das stimmt. Ich glaube, da muss man als Schule oder als Gesellschaft noch so
Dieter Könnes: ein bisschen mehr jucken, dass man sich mehr bewegen kann in die Richtung und
Dieter Könnes: dass es auch einfach richtig Spaß machen kann.
Gast: Du bist 13, Theo. Woher kommt so dein Interesse? Warum hast du Bock, dich zu engagieren?
Dieter Könnes: Ich finde es sehr wichtig, sich zu engagieren, weil man dadurch erstmal was
Dieter Könnes: für seine Zukunft tut und auch für die Mitmenschen. Und das kann man ja durchaus
Dieter Könnes: schon mit 14 machen und muss damit nicht erst später anfangen.
Gast: Soll ich mal sagen, mit 14 habe ich überhaupt keinen Plan. Also ich finde das
Gast: super, aber ich habe mit 14 überhaupt nicht darüber nachgedacht. Wo hast du das her?
Gast: Wie bist du jetzt so darauf gekommen, dass das sinnvoll ist,
Gast: dass wir an andere denken müssen? Hat ja viel mit sozialer Nachhaltigkeit zu
Gast: tun. Woher kommt das Interesse bei dir?
Dieter Könnes: Ich finde, das wird hier bei uns an der Schule ganz stark gefördert,
Dieter Könnes: dieses Interesse in die Richtung zu gehen durch die verschiedenen AGs.
Dieter Könnes: Wir hatten im letzten Jahr auch unsere Projektwoche.
Gast: Das ist Schule ja doch nicht so doof, oder?
Dieter Könnes: Auf gar keinen Fall. Letztes Jahr hatten wir die Projektwoche,
Dieter Könnes: das ist immer eine Woche vor den Sommerferien, zum Thema Schule der Zukunft
Dieter Könnes: und mit den verschiedenen Nachhaltigkeitszielen von BNI.
Dieter Könnes: Und da haben wir zum Beispiel auch was mit der Vergangenheit gearbeitet,
Dieter Könnes: über Stolpersteine in einer Arbeitsgruppe.
Dieter Könnes: Und das sind einfach ganz viele Impulse, die einem das Einsteigen in den Schulalltag
Dieter Könnes: wirklich sehr einfach machen.
Gast: Jetzt hast du eigentlich schon ganz viel gerade gesagt, so aus der Vergangenheit
Gast: lernen, für die Zukunft auch. Wie stellst du dir denn Schule der Zukunft vor?
Dieter Könnes: Schule der Zukunft ist, finde ich, grün. Wir haben noch auf dem Schulhof sehr viele Betonflächen.
Dieter Könnes: Aber die werden ja jetzt in der Zukunft entsiegelt. Und heute haben wir noch
Dieter Könnes: mit unserem Religionskurs zusammen,
Dieter Könnes: den Schulhof an der Mensa gestaltet, in dem wir mit Kreide auf dem Boden gemalt
Dieter Könnes: haben, wie das da eventuell aussieht und wie wir Schüler uns das in Zukunft vorstellen.
Dieter Könnes: Und ich finde, Schule muss die Schüler einbinden und macht es so,
Dieter Könnes: dann auch schöner in die Schule zu gehen.
Gast: Das heißt, an deiner Schule gibt es viele Angebote, die du dann auch oder ihr alle annehmen könnt.
Gast: Jetzt hast du eben was gesagt, was ich jetzt ganz interessant finde.
Gast: Du hast gesagt, so von den 26 sind in der Klasse, so 5, 6 sind durchaus motiviert.
Gast: Wenn du so mit den anderen redest, wie sind die so drauf?
Dieter Könnes: Also ich würde sagen, keiner ist so wirklich abgeneigt. Das ist natürlich ein
Dieter Könnes: immer präsentes Thema bei uns.
Dieter Könnes: Aber man ist ja auch nicht dazu gezwungen, etwas zu tun.
Dieter Könnes: Aber es wird auf jeden Fall unterstützt. Diejenigen, die das machen wollen,
Dieter Könnes: die werden da auch drin bestärkt und gefördert.
Gast: Was ist das Gute daran, was glaubst du, dass wenn es um eine Sache geht,
Gast: wo man was vorantreiben will, dass es vielleicht ein, zwei oder mehrere gibt,
Gast: die einfach mal damit anfangen? Was glaubst du, was steckt so ein bisschen dahinter? Was ist gut daran?
Dieter Könnes: Weil es braucht ja jemanden, der anfängt, damit es dann am Ende richtig groß
Dieter Könnes: und zu einem Erfolg wird.
Dieter Könnes: Und wenn dann zwei oder drei Leute sagen, da habe ich richtig Lust drauf,
Dieter Könnes: das kann ich mal anfangen, dann ist das ja schon mal eine super gute Grundlage,
Dieter Könnes: damit dann daraus ein großes Projekt wachsen kann.
Gast: Du hast gerade mir die perfekte Steilvorlage gegeben, weil du hast gesagt,
Gast: es braucht etwas, womit es anfängt, damit es groß wird.
Gast: Jetzt machen wir mit der Robin-Guth-Stiftung ja etwas, wir wollen auch etwas
Gast: Großes erreichen, wir wollen Bäume pflanzen.
Gast: Und jetzt könnte man ja sagen, ja, so ein so ein Baum pflanzen bewirkt doch nichts.
Gast: Aber wir haben ja was Großes vor, wir wollen ja viele Bäume pflanzen.
Gast: Was steckt für dich für so ein Bild, was steckt für dich vielleicht auch für
Gast: eine Symbolik dahinter? Warum ist das gut?
Dieter Könnes: Ich finde, das ist super wichtig, weil wir dadurch unsere Zukunft sehen und
Dieter Könnes: auch ein Stück weit natürlich mit Formen, auch bei uns in der Schule und mit
Dieter Könnes: der Stiftung von Ihnen zusammen.
Gast: Hast du jetzt Ihnen gesagt?
Dieter Könnes: Oder von dir?
Gast: Ja, bitte. Oh, komm, ihr seid vor.
Dieter Könnes: Und so macht es einfach deutlich mehr Freude.
Gast: Okay, jetzt hast du mich gerade fast schon rausgebracht. Womit machen wir jetzt
Gast: weiter? Bäume pflanzen, gutes Thema. Wir haben jetzt hier in Viersen die ersten
Gast: Bäume schon zusammenbekommen.
Gast: Und genau auf den Punkt will ich hinaus.
Gast: Nachhaltigkeit. Ich versuche, wenn ich mit meiner Stiftung unterwegs bin,
Gast: den Begriff so ein bisschen anders zu besetzen. Haben wir ja eben schon mal
Gast: drüber gesprochen. Enkelfähig, also dass man das generationsübergreifend sieht.
Gast: Und wie findest du das, wenn man versucht, das ganze Thema Baumpflanzen über
Gast: mehrere Generationen zu ziehen?
Dieter Könnes: Ich finde das richtig gut, weil es macht es ja irgendwie, dass es für wir als
Dieter Könnes: Generation haben da ja noch etwas mehr von, aber andere jetzt nicht mehr so unfassbar viel.
Dieter Könnes: Aber dieses Bewusstsein dafür, etwas zu tun für die Leute, die nach einem kommen,
Dieter Könnes: einfach super schön zu sehen, wie das funktioniert und dann dadurch gemacht wird.
Gast: Es ist ja tatsächlich so, dass ich jetzt sagen kann, so in meiner Generation
Gast: und vielleicht auch viele Ältere, wir haben nicht ganz so viel richtig gemacht.
Gast: Manches vielleicht schon, manches vielleicht nicht. Und trotzdem setzen wir
Gast: uns jetzt damit auseinander, um es eben für euch ein bisschen besser zu machen.
Gast: Und gerade so diese Symbolik des Baumpflanzens, also damit so ein Zeichen zu setzen.
Gast: Wie ist das so, wenn du dich so mit deinen Freunden so unterhältst und ihr redet
Gast: so über die Zukunft? Wie blickt ihr so in die Zukunft?
Gast: Habt ihr Bock darauf? Habt ihr manchmal Fragen? Habt ihr vielleicht sogar Ängste oder Sorgen?
Dieter Könnes: Ich glaube, viele sind sehr zuversichtlich, aber Sorgen sind auf jeden Fall
Dieter Könnes: in solchen Gesprächen auch immer mit dabei, weil gerade in Angesicht von Klima,
Dieter Könnes: eventuell Kriege und Konflikte auf der Welt, die jetzt immer weiter zunehmen,
Dieter Könnes: ist dieses Körnchen Zuversicht irgendwie immer schwerer zu finden für die Zukunft.
Dieter Könnes: Aber das kann man ja durch solche Projekte dann deutlich besser suchen und dann finden.
Gast: Hast du das Gefühl, dass man damit auch andere so regelrecht mitziehen kann?
Gast: Also stellen wir uns mal so eine Pflanzaktion vor, 5, 6 gehen voran,
Gast: die ganze Klasse kommt aber mit, vielleicht weil sie ja auch muss,
Gast: weil es ein Klassenausflug ist.
Gast: Und vielleicht stellt man ja auf einmal fest, irgendwie cool,
Gast: Baumpflanzen macht ja vielleicht sogar auch Spaß. Also dass man die anderen dadurch mitzieht.
Dieter Könnes: Auf jeden Fall. Ich glaube, das ist ganz wichtig und funktioniert auch.
Dieter Könnes: Wir haben ja die Briefe an verschiedene Unternehmen aus dem Umkreis hier in
Dieter Könnes: Viersen angeschrieben.
Gast: Handschriftlich und sogar persönlich, das kommt richtig cool an, das kann ich dir sagen.
Dieter Könnes: Und ich glaube, das ist auch ein Erfolg deiner Stiftung, dieses Projekt so umzusetzen,
Dieter Könnes: dass wir als Jüngeren uns auch direkt damit beteiligen und es nicht so ist,
Dieter Könnes: wir nehmen nur, sondern wir tun auch was dafür.
Gast: Also quasi ein Zeichen setzen. Man könnte es auch, wenn man es jetzt mal,
Gast: wir sind ja schön unter uns, wenn man es jetzt mal salopp formuliert,
Gast: ihr tretet uns Älteren in den Hintern und sagt, Leute, also wir gehen jetzt
Gast: voran, wir geben uns jetzt schon Mühe, jetzt macht ihr doch mal gefälligst mit, oder?
Dieter Könnes: Ich würde es nicht als Tritt in den Hintern bezeichnen, sondern eher als freundlichen
Dieter Könnes: Impuls eventuell, da ein bisschen mehr in die richtige Richtung zu gehen.
Gast: Okay, dann lassen wir uns doch zum Schluss das nicht nur als freundlichen Impuls,
Gast: sondern vielleicht sogar auch als kleine Aufforderung sehen.
Gast: Wir machen jetzt hier so etwas wie den Startschuss. Wir wollen ja in Viersen
Gast: Bäume pflanzen. Wir haben jetzt die ersten schon mal so zusammen.
Gast: Wir bedanken uns natürlich tatsächlich bei den vielen Unternehmerinnen und Unternehmern
Gast: hier in Viersen, die schon mal so die ersten Spenden gemacht haben.
Gast: Das gilt aber natürlich auch für viele andere, ob das jetzt deine Eltern sind, die Verwandtschaft.
Gast: Was glaubst du, was muss man tun oder wie kriegt man es nochmal so ein bisschen
Gast: positiver gedreht, dass noch mehr Bäume zusammenkommen? Was braucht es dafür vielleicht noch?
Dieter Könnes: Ich glaube, es ist diese Persönlichkeit, die einfach super wichtig ist,
Dieter Könnes: dass man die Leute mit der Hand anschreibt über einen Brief und nicht über eine
Dieter Könnes: vorgetippte E-Mail, die man durch einen Verteiler schickt.
Gast: Auch nicht durch KI, ne?
Dieter Könnes: Auch nicht durch KI, sondern dass es was Persönliches ist, wo man das wirklich
Dieter Könnes: greifbar ist, dass man vielleicht diese Person, die am Füller saß,
Dieter Könnes: dass man die noch mitliest und auch die Persönlichkeit.
Gast: Ja, also ich finde, so viele junge Menschen, Schülerinnen und Schüler können
Gast: sich an dir echt ein Beispiel nehmen.
Gast: Das ist toll, weil ich glaube, es braucht so Jungs für dich, die da so vorangehen.
Gast: Vielleicht machen wir das zum Schluss als gemeinsamen Appell,
Gast: gemeinsam so mal mit Blick in die Kamera, weil wir brauchen ja noch ein paar
Gast: Bäume. Wie sollen wir es denn am besten formulieren?
Gast: Wir könnten ja sagen, liebe Viersenerinnen und Viersener, hier ist der Theo,
Gast: ich finde, der ist gut druck.
Gast: Also jetzt brauchen wir aber noch ein paar Bäume, wie soll man das machen?
Gast: Was kann man denn mal sagen?
Gast: Einfach spendet Bäume, oder? Und unterstützt nicht nur das Erasmus von Rotterdam
Gast: Gymnasium, das AMG in Dülken macht ja auch noch mit und die Brüder-Grimm-Schule
Gast: in Süchteln. Und wir vergessen natürlich auch nicht den vierten schönen Stadtteil
Gast: von Viersen, nämlich...
Dieter Könnes: Wussheim!
Gast: Der ist so top vorbereitet. Also würde ich einfach mal sagen,
Gast: wir zwei, Theo und die Robin-Guth-Stiftung, freuen uns, wenn noch ein paar Bäumchen zusammenkommen.
Gast: Ich finde, du hast wirklich eine ganz tolle Ansicht und es braucht mehr Schüler,
Gast: so wie dich, die vorweg gehen, die anderen dadurch mitziehen.
Gast: Und ich finde, du hast einen tollen Job. Also danke dir dafür.
Dieter Könnes: Dann spendet Bäume.